Reisebericht – In einem Gedicht

Datum: 12. März 2017 (Tag 156)
Position: 21° 36,0′ N, 084° 00,6′ W
Etmal: 133 sm
Wetter: Luft 28°C, 1016 hPa, sonnig
von Pia

piaLange sind wir schon unterwegs,
haben viel gesehen,
dass muss ich schon gestehen.
Erst der große Teich,
der spielte uns einen Streich:
wir fuhren anders als gedacht,
das hat uns nichts gebracht.
Doch dann bei der Schicht
hatten wir Land in Sicht.
Im Hafen von Martinique legten wir an
und dann ging´s zum karibischen Strand.
Nun gab es auch den einen oder anderen Sonnenbrand…

Nun ging es weiter und es gab einen Zwischenfall:
Wir schleppten LITA ab,
dass war ziemlich  knapp.
Einen Tag später gab es einen Knall!
Als die Schleppleine riss,
war der Kapitän ziemlich piss,
denn die Crew der LITA schlief
und reagierte nicht als er sie rief.
Am Ende ging dann doch alles gut
und wir segelten weiter mit neuem Mut.

Auf Grenada machten wir einen Tauchkurs.
Zuerst ging es in de Pool,
dass fanden alle ziemlich cool.
Dann ging es ins große Meer,
auch da fiel uns das gelernte nicht schwer.
Wir sahen viele Fische und Korallen,
wurden aber zum Glück von keinen befallen.

An Weihnachten gab es Leute,
die leckeres Essen machten
und Wichtel, die Geschenke brachten.
Paar Tage später auf hoher See:
War dann das neue Jahr schon da!
Um kurz vor zwölf gab das Tyfon
jede Sekunde einen lauten Ton.

Die San Blas Inseln bestanden hauptsächlich aus weißem Sand
und wir chillten viel am Strand,
die Indianer verkauften Schmuck
doch machten uns keinen Duck.

In Panama gingen wir von Bord
und erkundeten die Gegend dort.
Zu fünft fuhren wir durchs Land
und auch zum pazifischen Strand.
Auch nach Costa Rica sollte es gehen,
doch blieben wir lange an der Grenze stehen.
Einige Zeit später zogen wir bei unseren Gastfamilien ein,
die waren nicht gerade klein.
Wir aßen viel Reis mit Bohnen
so wie alle Leute, die dort wohnen.

Zurück an Bord fuhren wir fort,
nach Mexico sollte es gehen.
Doch blieben wir bei den Cayman Islands stehen.
Dort wurde verproviantiert und an Bord alles einsortiert.

Einige Tage segelten wir
und sahen kein einziges Tier.
Dann erreichten wir Kuba.
Dort reisten wir viel mit dem Bus
und mit segeln war für 14 Tage erstmal Schluss.
Wir besuchten die Hauptstadt
und aßen uns mittags dank Edalia satt.
An unserer Partnerschule erfuhren wir viel über das Land
und machten uns mit den Leuten bekannt.
Viel zu schnell waren wir wieder an Bord
und vor ein paar Tagen segelten wir schließlich fort.
Jetzt soll es nach Bermuda gehen,
dass kann ich gut verstehen,
denn es muss langsam wieder Richtung Hamburg gehen.

LG, Pia

P.S.: Schöne Grüße gehen raus an alle Zuhause 🙂 – Pieps
P.P.S.: hallöööchen popöchennnn – viele Grüße an Raggiiiiii und meine Großeltern von Johanna
P.P.P.S.: Liebe Grüße an Lucie von Cläri
P.P.P.P.S.: Herzliche Grüße an meine Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde. Ich vermisse euch und freue mich euch bald wieder zu sehen. Danke für eure regelmäßige Post, Mama und Dani <3 – Melanie

Alles viel zu kurz….

Datum: 11. März 2017 (Tag 155)
Position: 21° 29,61′ N, 081° 38,7′ W
Etmal: 99 sm
Wetter: Luft 26°C, 1012 hPa, bewölkt/sonnig, Wind N, 3 Bft.
von Leo

leoKuba war eine echt geile Zeit. Genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Alte schöne Autos, jede Wand bemalt, überall werden Fidel Castro und Che zelebriert. Ich weiß, ich habe schon darüber geschrieben, wie schnell die Zeit vergeht, aber ich komme einfach nicht darauf klar. Ich meine, es kommt mir so vor, als ob wir gerade auf Kuba eingelaufen sind, als wir schon wieder wegfuhren. Natürlich hat man Freunde gefunden und Erfahrungen gesammelt, aber diese Erinnerungen ignoriert man völlig, wenn man sieht, wie man die Insel verlässt. Und so geht es mir nicht nur mit Kuba. So ziemlich alle Stops, die wir gemacht haben, kommen einem einfach viel zu kurz vor.

Wie dem auch sei, wie war mein Tag? Naja, heute ist eigentlich nichts nennenswertes passiert. Kein Wind, wir fahren mit Maschine. Heute war Großreinschiff, leider. Daran könnte es liegen. Die ewige Routine lässt einen die Zeit vergessen.  Naja, zum Schluss noch ein Gedicht:

Bald wieder Zuhause sein,
nach vielen hundert Tagen.
Die Welt ist doch gar nicht so klein,
wie viele Menschen sagen.

Viele Länder, Kontinente
habe ich bereist
auf Johnny, der Gummiente,
mit erhobenem Geist.

5 Monate bin ich aufm Meer.
Langsam wird’s genug.
Die Arme, Beine werden schwer.
Erheben wir den Krug.

Die Zeit geht bald zu Ende,
genau so mein Deo.
Jetzt hab‘ ich Seglerhände.
*Mic-Drop* Euer Leo.

Alles Gute, Leo 😉

P.S.: Leo findet den Tag ganz super toll, weil er mit Tessa <3 und Immo <3 Backschaft hat.
P.P.S.: Immo sendet Grüße an seine GROßE Schwester: Ich hoffe, dir geht es gut.
P.P.P.S.: Tessa und Immo senden Grüße an Aureli!!