Datum: 13. Dezember 2019
Position: 15 °05,6′ N; 060° 45,7′ W
Etmal: 135 sm
Wetter: Wind E 5 Bft, Bewölkung 8/8, 1015 hpa, Luft 25°C
von: Jelka und Fenja
Wir haben es geschafft! Die Atlantiküberquerung mit 25 Tagen auf hoher See ist beinahe gemeistert. Wir haben Tage mit 30° C und purem Sonnenschein, Flauten, aber auch regnerische Tage mit viel Wind erlebt. Der Unterricht unter Segeln hat begonnen, die sagenumworbene Atlantiktaufe – über die wir noch immer laut Tradition kein Wort verlieren dürfen – fand statt und natürlich Delfine die uns begleiteten und das Highlight: Wir haben unseren ersten Wal gesehen! Aber nun zu heute: Der nächste Geburtstag wurde gefeiert, von Karlo, unserem geliebten und geschätzten Bootsmann. Zum Geburtstagsfrühstück bekamen alle Spiegeleier mit Speck. Später am Vormittag hörten wir die letzten SDG-Vorträge und sind nun gespannt auf unsere Noten.
Zu unserem „Glück“ fing es bei sommerlichen Temperaturen so richtig an zu regnen, und das in der Karibik! Das störte uns jedoch wenig, man traf uns nun mit Ölzeugjacken und kurzen Hosen an Deck, weil uns von Conni eine Tafel Schokolade versprochen wurde, für die Wache, die als erste Land sichtet. Dieser Preis ging an Wache 3, trotz der schlechten Sichtverhältnisse. Das Wetter besserte sich und wir sahen an Backbord Martinique und an Steuerbord die Umrisse Dominicas durch die Wolken blitzen. Damit wir schnellstmöglich –voraussichtlich morgen früh – unseren Ankerplatz vor Dominica erreichen, fuhren wir eine Halse am Anfang unserer Wache, die seit Langem mal wieder vollzählig besetzt war, da es heute keinen Nachmittagsunterricht gab. Wir freuen uns sehr auf die Tage vor Anker, weil wir erstens in Hängematten an Deck übernachten dürfen, zweitens kein Unterricht stattfindet und endlich die langersehnten Badestopps geplant sind!
Gerade genießen wir beide, Fenja im Ausguck und ich schreibend auf der Backskiste, noch die letzten Sonnenstrahlen mit Blick auf die Insel und können es nicht fassen, nach so langer Zeit so nah an Land zu sein. Außerdem stellen wir uns die Frage, wie es sein mag, festen Boden ohne Geschaukel unter den Füßen zu spüren. Nun aber genug, wir verabschieden uns, bis bald!
Jelka und Fenja
Jelka grüßt ihre Familie, Ami ich liebe dich! Und Mariechen du fehlst mir!
Fenja grüßt Mami, Papi, Hendrik, Wilko und Chici. Ich vermisse euch ganz doll<3
Christian grüßt alle Adventskalenderbastler und vor allem Marisa, danke für die tollen Überraschungen und lieben Texte!
Connor grüßt Family&Friends
Justus grüßt seine Familie und seinen Hund
Phil richtet liebe Grüße an Familie und Freunde aus
Caro grüßt Familie und Freunde
Isa grüßt ihre Familie und das UT in Leipzig!
Hey ihr lieben Leser zuhause, und schon wieder ist ein weiterer Tag von unserer großen Atlantiküberquerung um. Mittlerweile sind wir neun Tage auf See, seit zwei Tagen leider unter Motor, weil wir noch immer in der Flaute stecken. Auf den bisherigen Etappen hätten wir nach neun Tagen schon einen Hafen angesteuert. Trotzdem lassen wir uns das alles nicht vermiesen, sondern machen uns zwischen unseren neuen Aufgaben wie Hausaufgaben, Schulunterricht und SDG Vorträgen die Tage schön. Tagtäglich liegen wir an Deck bei über 26 Grad, beobachten fliegende Fische, hören Jelka beim Vorlesen zu und kühlen uns hin und wieder mit einer Pütz Meerwasser ab. Für morgen steht die Ankündigung, nachmittags eine Wasser-an-Deck -Party zu starten, die von uns Trainees mit großem Jubel angenommen wurde.
Trotz des sommerlichen Wetters sind einige von uns in anfänglicher Weihnachtsstimmung, bei vereinzelten Kammern wurde die Weihnachtsdeko schon aufgehängt. Auch die Vorbereitungen für den gemeinsamen Adventskalender, bei dem jede Wache einen Beitrag leistet, laufen auf Hochtouren. Am 1. Advent ist außerdem von der Elite-Backschaft (Luki, Emma, Jelka) ein besonderes Adventsfrühstück geplant und Plätzchen dürfen da nicht fehlen. Apropos Backschaft: Unsere Brotbackmischung neigt sich dem Ende zu, aber das ist kein Grund zur Panik: Jonas und Luki haben einen Sauerteig für Brot angesetzt, der mit uns an Deck die Sonne genießt.
Heute wurde auch die nächste Sicherheitsübung für morgen besprochen. Die Besonderheit ist, dass diesmal die Trainees in die Sicherheitsrollen schlüpfen dürfen und unter Aufsicht vom Stamm als Steuerleute, Toppsgasten und Ersthelfer usw. fungieren. Wir sind aufgeregt, mal die Lage aus einer anderen Perspektive zu sehen. Natürlich ist es nur ein Übungsdurchlauf, um die Abläufe besser kennen zu lernen, bei dem wir vom Stamm unterstützt werden. In dem Sinne freuen wir uns auf Morgen und hoffen, euch geht’s zuhause trotz Novemberwetter gut