Datum: 16. Januar 2020
Position: Longo Mai, Costa Rica
Etmal: –
Wetter: k. A.
von Emma
Beep, Beep, Beep … so weckte Fenja & mich die ausgeliehene Uhr von Anna um 6:15 Uhr. Nachdem wir einen Blick durch den Raum warfen, freuten wir uns darüber, dass unsere Wäscheleine, bestehend aus einem Wollfaden, quer durch den Raum gespannt, noch hing. Gestern haben wir nämlich zwei Stunden damit verbracht unsere Wäsche von Hand zu waschen und unsere Schnur so zu befestigen, dass sie beim sechsten Mal hielt und nicht reissen konnte. Nachdem wir dann aufgestanden sind, gab es Frühstück – heute zur Abwechslung mal keinen Reis mit Bohnen . Um 7:00 Uhr traf sich dann jeder mit seiner Spanischgruppe zur letzten Spanischstunde, da wir morgen einen Ausflug nach San Isidro machen. Deswegen haben heute mehrere Gruppen zum Abschluss des gemeinsamen Unterrichts in Longo Mai Spiele gespielt (natürlich in spanischer Sprache): Eierlaufen mit Limetten und Sack hüpfen mit Reis-Säcken, was echt witzig war, weil den meisten von uns der Sack gerade so bis zu den Knien ging.
Hungrig gingen dann alle zum Mittagessen in ihre Familien zurück bis wir uns dann um 14:00 Uhr zum „Artesanía-Workshop“ trafen, wo wir Armbänger geknüpft und Traumfänger gebastelt haben. Artesanía wird hier das Kunsthandwerk auf Basis von Naturmaterialien genannt. Jetzt verbringen die meisten ihre Zeit noch mit Baden am Fluss, chillen im Park oder einfach in ihren Familien. Um 18:00 Uhr gibt es bei fast allen dann Abendessen. WAHRSCHAU Spoileralarm: Reis mit Bohnen !!! Wie jeden Abend treffen wir uns dann noch im Rancho, wo wir den nächsten Tag besprechen und noch gemeinsam den Tag ausklingen lassen. Die Vorfreude auf Morgen ist groß, weil von einem großen Second-Hand Laden in der Stadt gehört haben, den viele von uns Morgen stürmen werden.
Emma
Grüße:
Emma grüßt ihre Familie und Freunde, hab euch lieb & vermisse euch <3 Außerdem wünsche ich der besten großen Schwester der Welt alles Gute zum Burzeltag! <3
Tjorven grüßt ihre Familie, hab grad kein WLAN und kann deshalb nicht anrufen.
Fenja grüßt Mama, Papa, Hendrik, Wilko, Enna, Anna, Chico und Pünktchen. Ich hab euch alle ganz doll lieb.
Maya grüßt die, die gegrüßt werden wollen.
Zur Abwechslung wurden heute Morgen die meisten von uns mal in den Hängematten geweckt und sind nicht in der Nacht wegen des Regens in die Koje geflüchtet. Zum Frühstück gab es Spiegeleier, perfekt als Motivation auf die bevorstehende Englischklausur. Von 9- 11 Uhr rauchten dann unsere Köpfe vor englischen Wörtern. Allerdings wurde man leicht wegen der traumhaften Inseln mit Palmen und türkisefarbenem Wasser abgelenkt… mal sehen wie die Katastrophe endet (: Wir waren dann sehr froh, als das Denken vorbei war und wir unsere Köpfe herunterfahren konnten, da Reinschiff anstand, was ja den meisten weniger geistige Höchstleistungen abverlangt als die Englischklausur. Während des Mittagessens bekamen wir Besuch von unseren kanadischen Ankernachbarn, die sich unser wunderschönes Schiff anschauen wollten. Im Anschluss daran gab es ein All-Hands, bei dem der weitere Tagesablauf besprochen wurde: wir freuten uns alle sehr, dass wir auf eine der nahegelegenen Inseln fahren durften! Einige fuhren mit dem Dinghi hin, andere schwammen sogar mit kurzer Rast auf einer anderen traumhaften Insel auch zu den anderen.