Datum: 13. April 2020
Position: 48° 07,5′ N, 015° 14,8′ W
Etmal: 128 nm
Wetter: Wind NE, 9 Bft., Luft 12°, 1021 hpa
von Jelka und Emma
Unser Tag begann um 0330 Uhr mit der Nachricht, dass wir zur Wache aufstehen dürfen. Auf die Frage, wie kalt es denn draußen sei, antwortete Fenja uns nur, dass sie es mit sechs Lagen Ski-Unterwäsche nach draußen in die Kälte bei neun Grad gewagt habe. Als wir dann gerade noch pünktlich, aber später als an den anderen Tagen an Deck standen (ihr glaubt gar nicht, wie lange es dauert, sich in eine Zwiebelschicht zu schmeißen, das Ölzeug neben all dem anderen triefnassen Zeug wieder aufzufinden und nach draußen zu kommen), begrüßte uns die Wache 1 mit einer Wasserfallgischt, und schon waren wir alle hellwach. Der Wind fegte mit eisigen Böen über unserer Köpfe (wirklich sehr ordentlich starker Wind – aber was erwartet man auch im Winter auf dem Nordatlantik 😉 )
Einmal erwischte uns eine Megawelle und das Wasser prasselte nur so auf uns nieder. Wir alle sind deshalb spätestens jetzt sehr dankbar für unsere dicken und warmen Ölzeugsachen, denn das schöne warme Klima haben wir vorerst hinter uns gelassen. Trotz allem können wir auch super dankbar sein, denn das Wetter war bisher das perfekte Segelwetter und die kommenden Tage wird uns auch hoffentlich erstmal kein starker Wind mehr treffen. Die Ostertage haben wir hier mal so ganz anders als sonst erlebt und sehr genossen! Wir freuen uns schon sehr auf euch zuhause und von allen an Bord geht ein lieber Gruß an die Liebsten! Passt auf euch auf!
Jelka und Emma
Grüße:
Jelka grüßt ihre Family, Kira, Evers, Ich freu mich sehr auf euch und Amanar, du fehlst mir sehr!
Emma grüßt alle zuhause. Hab euch lieb und freu mich schon, euch wiederzusehen <3
Ilka grüßt ihre Mama: „Alles Liebe und Gute zum Geburtstag! ich hoffe, du hattest trotz Corona einen schönen Tag. Ich hab dich ganz doll lieb <3 „
Ein gewisser M.B. hat einmal gesagt: „Auf Jesus, ein bisschen auch auf uns, aber mehr noch auf Jesus!“ In diesem Sinne weht ein gesegnetes Osterfest vom Atlantik nach Berlin und Bayern.
Ostergrüße von Jonas nach Hause.
Felix grüßt alle seine Leute zuhause und wünscht ein frohes Osterfest.
Justus: liebe Grüße an seine Familie und seinen Hund.
Conner: Grüße an die Familie, ich freue mich auf zuhause.
Louis: Grüße an Familie und Freunde, ich freue mich, schon bald zuhause zu sein.
Gestern Abend, um kurz vor elf, hoppelte Ilka zu uns an die Kojen, um uns zu einer sehr besonderen Nachtwache zu wecken, von der wir euch jetzt berichten wollen. Um Viertel nach standen wir fünf Hasen (Ilka, Nina, Caro, Fenja und Maya) dann auch schon mit Musik in der Kombüse, um mit unseren Plänen für das morgige Osterfest zu beginnen. Als erstes haben wir den Zopfteig zubereitet, damit er zu Beginn unserer 0-4 Wache aufhoppeln konnte. Zum Wachwechsel hoppelten wir dann kurz an Deck, um der abziehenden Wache und somit auch unserer Hasenfreundin Ilka eine Gude Ruh zu wünschen. Danach verschwanden wir zurück in die Kombüse, mit der Aufgabe Brot- und Brötchenteig zu machen. Noch voll im Knet-Flow ging das natürlich ratzfatz. So konnten wir mit dem Stracciatella Joghurt beginnen, den es dann zum Frühstück gab. Dabei hatten wir leider nicht bedacht, dass die Schokolade so viel Masse hat, dass der Jogurt bei Seegang nicht mehr so ganz in den Topf gepasst hat. Nicht verzagen, einfach die Hasen fragen. So kam die zweite Schüssel schnell herbei und somit war unser Problem auch schon vorbei.
Schnell noch ein bisschen aufgeräumt und ab an Deck um Mike´s Kriminalgeschichte nach norwegischer Tradition auf Roaldart zu hören. Nach erholsamen Hasenschlaf gab es dann ein echt schönes Osterfest, bei dem alle Dinge die wir in den letzten Tagen, aber vor allem in unser Nachtwache vorbereitet haben (während die Roald durch den Nebel gefahren ist) zur Geltung kamen. Frohe Ostern allerseits!