Tims Geburtstag unter Segeln

Datum: 27. Oktober 2019
Position: westlich Kap Finisterre, 42°48.6’ N, 009° 42.5’ W, Kurs 229°
Etmal: 122 nm
Wetter: Luft 18 °C, 1018 hpa, Wind S, 4 Bft., Bed. 4/8
von Laura und Lara

Ahoi ihr Landratten! Endlich können wir uns mal hinsetzen. Nach dem All Hands strömen alle Schüler in die Messe und stürzen sich gierig auf den Kuchen. Nach gelungener Arbeit werden wir mit frischgebackenem Schneewittchenkuchen belohnt, ganz nach dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber fangen wir mal ganz von vorne, also schon um 00:00 Uhr an, sonst versteht ja keiner worum es eigentlich geht. Pünktlich zum Wachwechsel versammelten sich nicht nur die aufziehende und abziehende Wache an Deck, sondern auch diverse andere Schüler, die es geschafft hatten, sich um diese Zeit aus ihren Kojen zu schälen. Um diese Zeit begann nämlich Timmy’s Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch von der ganzen Besatzung zum 16ten! Als alle dem Geburtstagskind gratuliert hatten, gab es aus der Kombüse als Überraschung Pfannkuchen mit Zimt und Zucker, welche Jonas, Lukas und Anna mit ganz viel Liebe zubereitet haben. Danke nochmal dafür.

Nach erholsamen neun Stunden Schlaf, welche wir der Wache 1 zu verdanken hatten, die für uns während der Zeitumstellung eine zusätzliche Stunde Wache übernahm (danke nochmal dafür), machten wir, als 8-12 Wache, uns wieder an die Arbeit. Um unsere seemännischen Fähigkeiten weiter auszubauen, begannen wir gleich mit Knotenlehre und Theorie zu den fierbaren Rahen. Pünktlich zur Halbzeit überbrachte unser geliebter Steuermann Stefan die gute Nachricht, dass nun endlich wieder gesegelt werden konnte. Was für eine Erleichterung, wir hatten echt genug vom nervigen Brummen der Maschine. Bekanntlich folgen ja Worten Taten, also kontrollierten wir schnell unsere Gurte und alle nötigen Tampen und machten uns auf ins Rigg, um die Segel auszupacken. Dazu gehörten die Fock, alle vier Marsen und die Vor-Bram.

Da war die Wachzeit auch schon vorbei und der herrliche Duft des Mittagessens lockte uns sofort Richtung Messe. Das Hähnchencurry war super geil, probs an Smut Stefan und unsere Vormittagsbackschaft. Direkt im Anschluss trafen wir uns zum ersten All Hands des Tages (und ja wir sagen erstes, denn es folgten noch einige weitere), in welchem der Kapitän uns über unsere Position aufklärte und Tim höchstpersönlich zum Geburtstag gratulierte. Außerdem wurden kurz die anstehenden Manöver des Tages (Halse und Wende) in der Theorie besprochen.

Um 15:00 Uhr wurde das zweite All Hands ausgerufen, um unsere erste Wende zu segeln. Alle Mitglieder der Besatzung arbeiteten so gut zusammen, dass das Manöver sofort klappte. Nach dem bereits erwähnten Kaffee und Kuchen, wurde eine kurze Schülerversammlung abgehalten. Nach einer kurzen Pause fuhren wir eine zweite Wende, die genauso reibungslos verlief wie die Erste. Das war’s dann jetzt von uns, wir gehen jetzt lecker zu Abend essen,
Laura und Lara

Grüße:
Alles Liebe wünscht Janina ihrer Oma zum Geburtstag!
Lara grüßt ihre Familie und Eltern (auf das du nie wieder Vanilleeis bekommst, Papa), Johanna, die fetzige Dampfspirale, Serra, Elemy und Zementmörtel und alle anderen Landratten (inklusive die Groviet Union)!
Und Laura grüßt ihre Familie, Zuckertoastsis Nelli, Lisa die alte Ische, Cora die Bumse Bimse und Leonie Schblr + Bimsenklasse 10Gb!
Die Schülercrew der Roland grüßt das Piepen aus der Navi (wir vermissen dich schon)!

Decksbeleuchtung: Mond & Sterne

Datum: 26. Oktober 2019
Position: Südliche Biskaya, 44°06.0’ N, 007° 53.0’ W, Kurs 225°
Etmal: 129 nm
Wetter: Luft 17 °C, 1011 hpa, Wind SW, 6 Bft., Bed. 3/8
von Justus

Moin, Moin, liebe Leserinnen und Leser! Mein Tag begann heute früh um 00:00 Uhr mit den Worten „Guten Morgen liebe Wache 1 und herzlich Willkommen an Deck!“ Die Wache begann und so schaukelten wir uns und das Schiff durch die Nacht, vertieften die Kunst des Segelpackens mithilfe von zwei Modellen. Unsere Decksbeleuchtung, der Mond & die Sterne, ließen uns dieses Mal nicht im Stich und so konnten wir dank Mikes Astro-Navigationsstunden in den letzten Wachen sogar schon ein paar Sterne erkennen (zumindest den Polarstern findet jeder). 30 Minuten vor der Wachübergabe wurden so langsam die ersten müde, sodass die Kälte Stück für Stück unter unser Ölzeug kroch. Mit den Worten „Gude Ruh“ war die Wache auch schon vorbei und wir verkrochen uns in unsere Kojen und ließen uns von der Wache 2 weiter schaukeln.

Ausgeschlafen wurde ich um 11:00 Uhr zum Mittagessen (Kartoffel-Auberginen-Feta-Auflauf) geweckt. An Deck angekommen konnte ich dies in der Sonne genießen. Allerdings gab es etwa 50 neidische Möwen, welche uns seit ca. 8 Uhr verfolgen und uns stetig im Auge behielten. In der Nachmittagsbackschaft wurden (wie jedes Mal bei Seegang) unfreiwillige Wasserschlachten veranstaltet und das Besteck wendete sich plötzlich gegen die Backschaft und schlidderte über den Boden. Um nach ein paar Wellen von uns wieder eingesammelt zu werden und sauber zurück in die Besteckfächer zu wandern. Anschließend hatte die Backschaft Pause, welche ich nutze um diesen Bericht zu schreiben während sich Felix und Mika bei Carcassonne über Louis Glück beschwerten und ganz viele super sinnvolle Wege bauten.
Louis: „Wir zählen keine Punkte wir spielen nur zum Spaß.“
Mika: „Ich hab keinen Spaß!“
Um 16:00 Uhr wurde Kaffee und Kekse verteilt und der Kuchen für den nächsten Tag vorbereitet und die Rührschüssel fachmännisch gesäubert, sodass sie wie „geleckt“ aussah. Schon bald war die Zeit gekommen um das Abendessen vorzubereiten, die Küche zu säubern, das Geschirr zu spülen. Während dieser eher unangenehmen Arbeiten gab es eine „kleine“ Küchenparty mit cooler Musik und coolen Leuten 🙂 Jetzt ist aber wirklich Schluss ab in die Koje und Gude Ruh.
Justus

P.S.: Ich grüße meine Familie, Freunde und mein Hund Bailey Fühlt euch ganz dolle geknuddelt. Hab euch lieb <3

P.P.S.: Emma grüßt ihre Schwester und wünsch ihr alles Gute zum Geburtstag.
Louis grüßt seine Familie, Freunde und seinen Hund.
Mika grüßt seine Freunde und seine Katze.
Laura grüßt ihre Freund und ihre Familie.
Chris grüßt die Lieben in Ahaus und Schwerin.