Datum: 7. März 2020
Position: 32° 07,3′ N, 071° 44,2′ W
Etmal: 172 nm
Wetter: Wind NW, 7 Bft., 1017 hpa, Luft 12°C
von ?
Das erste Mal heute sind wir aufgewacht, als wir merkten, dass man doch eher auf der Wand oder dem Leebrett liegt als auf seiner Matratze. Nachdem man aber das Kissen schräg gegen die Wand gelegt hat konnte man einigermaßen weiterschlafen. Morgens wurde man dann von einer mit Ölzeug bekleideten Person, die den Gang entlang quietschte, wach (ein recht vertrautes Geräusch, wenn man an den Anfang unserer Reise zurückdenkt). Die nächste Herausforderung bestand darin, den Weg in die Messe, manchmal bergauf, manchmal bergab, zu meistern. Meistens war man dann mit den Füßen auf der anderen Seite des Ganges als mit dem Kopf, da man eine Gewisse Schräglage mit einberechnen musste. Das darauf folgende Frühstück war ein Kunststück der Backschaft, denn selten bleibt das Obst für den Obstsalat beim Schneiden auf dem Brett. Das Frühstück lief ähnlich ab, denn ab und zu sieht man die Marmelade neben sich vorbeirutschen.
Aber man kommt wieder in die alten Gewohnheiten rein, wenn man sich im Tigergang ins Ölzeug schmeißt. Das ist auch notwendig, denn mittlerweile sind die Temperaturen in für uns ganz fremde Regionen gewandert. Zwischendurch kam bei uns im Unterricht die Nachricht an: An Deck sind es 12 Grad! Dementsprechend sind auch die Lagen an Kleidung bei den Wächtern. Lukas hat uns gerade seine 6-Schichten in der Messe präsentiert, damit wir Schüler, die heute Nacht die Wache übernehmen, uns richtig für die kommende Nacht vorbereiten. Der Unterricht war teilweise eher eine athletische Übung, und sich dabei zu konzentrieren war wie Unterricht am Freitag. Trotzdem gelang es uns, den Großteil der geforderten Aufgaben zu erledigen. Die Dünung soll die kommenden Tage noch anhalten, daher freuen wir uns erst recht auf die kommenden Wachen, denn wir hatten ja mittlerweile drei Tage Unterricht.
Ganz liebe Grüße nach Hause von Conna! Ich hoffe es geht allen gut, krault Bootsi für mich!
Caro grüßt Freunde und Famielie und hofft das es euch gut geht und ihr geile Ferien hattet.
Jonas grüßt seine Nachbarin Isa! Die Wollsocken leisten gute Arbeit.
Anja grüßt de daheimgebliebene Bagaluten!
Emma grüßt Alena und ihre Familie und ihren Mülleimer
Tamara wünscht Sophia alles Gute zum 18!!
Vera grüßt die family, die Krokos, den Hasen und Ihre Toppsis.
Gestern saßen wir noch bei Sonnenuntergang oben in kurzen Hosen an Deck und jetzt tummeln sich alle in Pullovern und langen Hosen unter Deck. Caro und ich merkten schnell, dass uns das angekündigte Tief nun endlich erreicht hatte, als wir heute Morgen von einer in komplett nassem Ölzeug da stehenden Laura zur Backschaft geweckt wurden und schnell aus den Kojen hüpften. In der Kombüse merkten wir schnell, dass auch immer noch die komplette Schräglage des Schiffes in der Kombüse ankommt und man besser alles festhalten sollte. Am Anfang war es noch ein riesiger Spaß, aus dem Fenster zu gucken und dabei zu versuchen wirklich alles was man vor sich hatte festzuhalten und dabei natürlich eine Art Spagat hinzulegen und dabei fast nur Wasser zu sehen, da die Wellen so hoch kamen. Je näher wir dem Mittagessen kamen, desto stärker wurde der Seegang und wir sangen unsere Lieder einfach kurz vieeel schräger und lauter als für alle gut war, um uns vor der nächsten besonders großen Welle zu warnen.