Havanna – Uh nana

Datum: 17. Februar 2020
Position: Kuba
Etmal: –
Wetter: –
von Jannis

Wir sind heute ja schon den zweiten Tag in Havanna. Damit ihr, geneigte Leserinnen und Leser, auch ein Bild von dieser schönen Stadt erhaltet, werde ich meine Eindrücke in der Tagesmeldung kurz beschreiben. Architektonisch ist Havanna die interessanteste Stadt, die wir auf unserer Reise bisher gesehen haben. Sozialistische Plattenbauten wechseln sich mit kleinen bunten Häusern im Kolonialstil und großen Prachtbauten und Denkmälern ab. Das Stadtbild ist, je weiter man sich von der Altstadt entfernt, zunehmend auch mal verfallen. Moderne Hochhäuser sind im Gegensatz dazu sehr selten, bis nicht vorhanden.

Die Leute in Havanna sind – meiner Erfahrung nach – sehr offen, freundlich und ehrlich. Zwar waren wir bisher auch nur in der Altstadt, in der die meisten vom Tourismus leben und wurden dort von unserem Guide herumgeführt und mit guten Restaurants versorgt; aber auch die Jugendlichen in der Fremdsprachenschule, die wir besucht haben, waren uns gegenüber enorm aufgeschlossen – vermutlich mehr als es deutsche Schüler einer kubanischen Gruppe gegenüber gewesen wären. Es ist erstaunlich, wie sehr der Sozialismus in den Kubanern, vor allem in den älteren verankert ist – der Vortragende bei unserem Besuch beim ICAP (kubanisches Institut für internationale Freundschaften) sprach zum Beispiel von „unserer Revolution“ und „unserem Comandante Fidel“ immer noch im Präsens, auch wenn die Revolution mittlerweile über 50 Jahre her ist. Aber jetzt schweife ich ab. Ich mache dann hier Schluss. Bis zur nächsten Tagesmeldung.
Liebe Grüße, Jannis

Adrian grüßt seine Mutter zum Geburtstag: „Ich denke an dich.“

Einlaufen in Habana

Datum: 15. Februar 2020
Position: 23° 08,2′ N; 082° 20,8′ W
Etmal: 78 sm
Wetter: Wind NE 1-2 Bft., Bewölkung 1/8, 1022 hpa, Luft 29°C
von Fenja und Janina

Hallihallo, ihr Landratten!

Hier ist alles im Lot
auf’m Boot
und auf unserem Kutter
gibt es sogar Kräuterbutter.
Heute standen wir um Vier auf,
da waren die auch Sterne noch echt gut drauf.
Wir sind eher Doofis als Profis im Dichten,
deswegen gibt es jetzt die wahren Geschichten!

In unserer Wache hingen wir die meiste Zeit auf den Rahen, um die Segel zu packen oder die immer näher kommende Skyline von Havanna zu beobachten. Dabei durfte es natürlich nicht fehlen das Lied „Havana uh na na“ fröhlich zu singen. Uns geht das Lied nicht aus den Ohren und wir hoffen natürlich, niemanden damit zum Summen zu bekommen. Mit dem Lotsen an Bord ging es dann ratzfatz in Richtung Hafen. Während des Anlegers standen wir beide (Fenja und Janina) bei den Achterleinen und waren glücklich, von der Backschaft durchs Kombüsenbullauge mit superleckeren Nudeln gefüttert zu werden. Solche Kleinigkeiten machen einen einfach fröhlich.

Überglücklich wurden wir dann, als wir das große Glück hatten mit der wunderschönen Roald an der Promenade der Altstadt entlangzufahren. Dabei hatten wir einen erstklassigen Blick auf die alten Autos und kunterbunten Häuser. Wir säumten unser Schiff am Schanzkleid an Steuerbord und bestaunten Havannas Pracht. Noch nie zuvor waren wir in eine so anders aussehende Stadt eingelaufen. Das merkte man dann auch als uns an der Pier fünf Immigrationsbeamte und vier Ärzte begrüßten. Es war schon ein komischer Moment, als wir alle uns in eine Reihe stellten und uns allen routinemäßig das Fieber gemessen wurde.

Von dem restlichen Papierkram bekamen wir dann doch gar nicht mehr so viel mit, denn am Nachmittag wurde das Schiff unter Deck zu einer Art Disco: Egal in welche Kammer man kam, überall lief andere Musik und man traf auf packende, tanzende und putzende Leute. Denn heute stand mal wieder ein Großreinschiff an, damit die Roald auch blitzblank übergeben werden kann. Jippy! Gerade bereiten alle etwas für unseren letzten Abend mit der jetzigen Stammcrew vor, wie zum Beispiel eine Diashow von all den Bildern die bisher gemacht wurden. Wir freuen uns auf den heutigen Abend und hoffen ihr verbringt auch schöne Tage im kalten Deutschland (…hier sind es 30 Grad hihi…).
Es grüßen Fenja und Janina

Grüße:
Fenja drückt ihre Familie ganz fest. Ich habe Euch alle ganz doll lieb.
Janina grüßt ihre Eltern.
Caro wünscht ihrem Papa einen schönen Tag und meldet sich bald
Liebe Grüße an die Eltern von Jelka, und ihrem Freund, ich melde mich sobald ich kann.
Phillip G. grüßt seine Eltern, Ani und seinen Hund. Er hat sie ganz doll lieb und verspricht sich öfter zu melden
Lukas grüßt seine Familie, Maxi, Feo und die Anais
Havanna ist toll findet Vera und grüßt nach Hause! Hrmph!