Datum: 3. Februar 2020
Position: 10° 30,4′ N; 079° 18,5′ W
Etmal: 73,5 sm
Wetter: Wind NNE 5 Bft, Bewölkung 1/8, 1016 hpa, Luft 29°C
von Jonas und Carlotta
Heute fand der erste Tag mit neuem Unterrichtsplan statt. Es ist nun so, dass den ganzen Tag Unterricht stattfindet und die jeweiligen SchülerInnen von der Wache befreit sind. Wir sind also in zwei Klassen eingeteilt und haben jeden zweiten Tag Unterricht. Die Wachen sind dadurch zwar etwas ausgedünnt, aber dafür können täglich sechs Stunden Unterricht stattfinden. Also in der kleinen Wache mit vier Trainees fuhren wir weiterhin unter Motor in Richtung Havanna. Nachdem wir während wir die Stagsegel auspackten auf dem Klüverbaum ein ganz klein wenig nass wurden, konnten wir mit einer kleinen Kursänderung endlich wieder ein paar Vorsegel setzen. Ein schönes Gefühl nach der langen Segelpause. Dann schnell noch das Messing poliert (das hab ich eher weniger vermisst 😉 ) und dann war die Wache schon vorbei.
Am Nachmittag genossen einige die Sonne und versuchten dabei stets, ein trockenes Plätzchen zu finden, versuchten sich wieder an das Schaukeln zu gewöhnen oder schliefen ein wenig (so wie ich). Derweil wurde die Backschaft zu zweit weitergeführt, da wie gesagt der Seegang nach vier Wochen an Land für die meisten doch wieder eine Herausforderung darstellte. Zum Glück hat Philip heute aber sowohl die Backschaft unterstützt als auch in der Wache beim Segelauspacken geholfen. Zum Kaffee gab es leckeren Schokokuchen für unsere beiden Geburtstagskinder Laura (Lehrerin) und Ilka und dazu wurde wie immer „Viel Glück und viel Segen“ gesungen. Danach entspannten wir uns, um uns auf die Wache mit vier Leuten vorzubereiten. Golkos Highlight war es, heute Tagestopsi mit einer tollen Truppe zu sein. Tschö mit ö und bis bald,
Carlotta und Jonas
Grüße:
Luisa sendet alle Liebe an Dani und die zwei Rabauken. Der Kalender ist angekommen. Hammer… Ihr seid die Besten.
Jonas grüßt die Familie, Freunde und Lena! ☺
Carlotta wünscht ihrer Schwester Leonie alles Gute zum Geburtstag, grüßt Emil aus Berlin und Annette Krüger vom Kinderschutzbund in Osnabrück und natürlich ihre liebe Family und Friends! <3
Unser letzter Tag in Colon begann mit einem leckeren Frühstück. Endlich gab es mal wieder „richtiges“ Brot und „richtige“ Brötchen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal vermissen würde, aber nach drei Wochen Reis mit Bohnen zum Frühstück… Anschließend ging es mit den Vorbereitungen für die Abfahrt los. Das Dinghi wurde ausgesetzt, das Sonnensegel abgeriggt, der Müll an Land gebracht, die Gurte verteilt und die restlichen Wasserflaschen verstaut. Währenddessen konnten wir einen hölzernen Nachbau der „Santa Maria“, der Kogge von Christoph Kolumbus, beobachten. Als alles erledigt war, hieß es „Klar vorn und achtern“, Leinen los und auf nach Kuba. Raus aus der Marina, weg von Colon, vorbei an riesigen ankernden Frachtern fuhren wir – leider unter Maschine – los. Über allem lag ein leichter Nebel und gelegentlich nieselte es, aber wir sind endlich wieder auf See, nach fast einem Monat an Land. Das ist schon ein komisches Gefühl, vor allem, weil alles wieder schwankt. Der Seegang forderte auch schon erste Tribute.