Schiffsarbeiten

Datum: 20. Oktober 2019
Position: Portsmouth, 50°47.7’ N, 001° 06.5’E
Etmal: – nm
Wetter: Luft 13 °C, 1009 hpa, Wind NW, 3 Bft., Bed. 5/8
von Nils & Chris

Heute Sonntag in Portsmouth schien die Sonne auf unser stark durchfeuchtetes Deck und auch die Besatzung erfreute sich an den wärmenden Strahlen. Nach einem opulenten kontinentalen Frühstück trafen wir uns zur sonntäglichen Arbeitsbesprechung an Deck. Es galt heute ausgiebige Instandhaltungsarbeiten im Rigg durchzuführen, denn einer der ständigen Feinde neben der UV-Strahlung und dem Abrieb ist die Korrosion, wie unser Riggwächter Mike, the special one, dozierte. Schnell waren die Arbeiten verteilt. Das Highlight bildeten unsere Bootsmannsstuhl-Fahrer, die mit den Fallen an den Stagen in luftige Höhen gezogen wurden, wo sie unserem Feind No.1 mit Labsal begegneten. Langsam abfierend pinselten sie die Masse auf die Stagen und genossen den herrlichen Ausblick, so dass wir sie hin und wieder aus ihren Träumereien zurück holen durften.

Nach getaner Arbeit – und wir übererfüllten sie – machten sich die Nachwuchscrew zur körperlichen Ertüchtigen auf dem Weg zum Strand, um dort bei Spiel und Spaß sich ihrem altersgerechten Spieltrieb hinzugeben. Neben Frisbee und Fußball wurden auch Weit- und Zielwurf geübt. Manche trafen ins Schwarze! Nach Rückkehr und Kaffee und Kuchen bot sich noch einmal die Gelegenheit, die wunderschöne Hafenstadt Portsmouth auf individuelle Art zu erkunden. In Kleingruppen wurden Imbissbuden, Supermärkte und Kleingeschäfte nach nahrhaftem, nützlichem und anderweitig verwertbarem durchforstet und ggf. „geplündert“. Vorbereitend auf den frühen Ableger am nächsten Morgen war um 22 Uhr Bettruhe.

Weisheiten der Wache 1: ….diesmal keine, denn der richtige Wachbetrieb beginnt erst wieder am Montag. Für die Wache die Wache 1
Nils und Chris

P.S.: Ganz liebe Grüße an Hannah und Malte und alle Lieben an Land

Portsmouth

Datum: 19. Oktober 2019
Position: Portsmouth, England
Etmal: –
Wetter: –
von Maya

Hey Leuties, nachdem wir gestern völlig wild durch den Hafen gehüpft sind und bemerkt haben, dass der Boden schwankt und dass Wendeltreppen böse sind, fing der heutige Tag deutlich feierlicher an – mit Gesang. Unser erster Geburtstag an Bord. Alles Gute Anna! Um 7:30 Uhr gab es dann Frühstück, damit wir gestärkt unseren Tag an Land beginnen können. Bei einem ausgiebiegem Spaziergang haben wir dann einen Hundemaraton angefeuert. Danach haben wir die H.M.S. Victory besichtigt, ein ehemaliges Kriegsschiff, in dem vieles aus Plastik nachgebaut war, sodass man unter anderem das nicht aufgegessene Essen auf den Tischen oder das noch blutige Amputationswerkzeug des Bordartztes samt abgetrennter Gliedmaßen begutachten konnte. Bei den Vergleichen zwischen der Roald und der Victory, hat die Roald natürlich haushoch gewonnen. Manche munkelten sogar, dass die Victory große Ähnlichkeiten mit einem Playmobilschiff hat.

Als dann auch die Letzten von den Bastelstationen, die im Schiff waren, wiedergekommen sind, musste auch ganz schnell etwas zu essen her. Wenn man auf 11:30 Uhr Mittagessen trainiert wird, hat man halt um 13:15 Uhr einen Rieeeesen Hunger. Als es dann traditionell Fish and Chips gab, stieg die Laune auch gleich wieder. Den Nachmittag haben wir dann in einem Park verbracht unter strahlendem Sonnenschein. Wider Erwarten scheint, seitdem wir in England sind, schon fast die ganze Zeit die Sonne. Nachdem wir im Park (zum Glück mit Keksen) eine Schülerversammlung abgehalten haben, mussten wir auch schon nach Hause auf unsere liebe Roald, damit wir pünktlich zum Abendessen kamen. Jetzt haben wir noch Freigang und lesen gemeinsam die Känguru Aphokryphen. Ich hoffe Ihr Landratten hattet auch alle einen schönen Tag. Liebe Grüße,
Maya

PS.: Mika wünscht seiner Familie schöne Grüße und grüßt das verf****e Piepen in der Navi, Laura grüßt ihre Mutter und ihre ganze Family und natürlich den Kühlschrank.