Datum: 2. Mai 2020
Position: 54° 23,3′ N, 010° 10,4′ E
Etmal: 7 nm
Wetter: Wind ENE, 2-3 Bft., Luft 10°, 1008 hpa
von Uli & Christoph
Liebe HSHS-Klasse und alle die diese letzte Tagesmeldung lesen. Die Roald ist fest in Lindenau, bb 2/1 Ausrüstungspier Nord. So gerade eben haben wir es ohne Eure Tatkraft geschafft an die Pier zu kommen, wir vermissen Euch schon jetzt. Bei einem leckeren Gin Tonic – sagen wir danke an die Eltern – genießen nach einem gründlichen Reinschiff und Aufräumen die Abendsonne und denken an Josef Conrad: Die schlimmste Fracht ist der Mensch.
Ihr habt die Freiheit und auch die Beschränkungen der Meere kennengelernt. Die See wird Euch emotional nie wieder loslassen, in welcher Form Ihr auch immer was draus macht. Das Leben auf der Roald hat uns und Euch gezeigt wie intensiv das Leben ist, wenn alle in einem Boot sitzen. Keiner kann weg, alle müssen mit allen klar kommen und alle müssen sich unterstützen. Durch Lächeln, freiwillige Mitarbeit, Humor, Singen, Putzen, Organisieren und Kommunizieren… Ihr habt das zum Teil besser gemacht als wir Erwachsenen und das macht Hoffnung, in dieser Zeit, wo die ganze Menschheit auf einander Rücksicht nehmen muss, damit das Leben weiter geht.
Schiff Ahoi Ihr Lieben.
Kapitän Uli und Toppsgast Christoph
Die HSHS 19/20 hat am 2. Mai 2020 nach vielen, vielen Tagen auf See wieder in Kiel festgemacht. Wieder zu Hause!!
Links zu Nachrichten/Bildern
- Film auf Facebook
- Kieler Nachrichten:
- Donnerstag, den 7. Mai 20:15 NDR: Sendung u.a. mit einem Rückblick auf den HSHS-Probetörn bei mareTV
- Float-Magazin: Quarantäne auf hoher See
Einige Bilder von der Ankunft
(Klick auf das Bild vergrößert es in einem neuen Tab/Fenster)







Während gestern nur Jungs die Aufgaben von Steuermann, Toppsi und Kapitän übernahmen, war heute das Team mit Mädels besetzt. Mit Caro als Kapitän, Maya und Laura als Steuerleute und Ilka und Anna als Topsis gingen wir Anker auf und segelten los. Hoch mit den Marsen und Vorsegeln. Weit sind wir damit trotzdem nicht gekommen, der Wind war komplett eingeschlafen. Nach dem Mittag disponierten wir um. Also runter mit den Segeln und Maschine an. Dann ging es ans Segelpacken. Also ran an die Arbeit und in den Topp oder auf den Klüverbaum! Zwischendurch wurden wir mit Schoko- und Vanillepudding belohnt, denn inzwischen hatte es angefangen zu regnen. Inzwischen bewies Maya, dass sie die Grundzüge des Segelns verinnerlicht hatte: „Erstmal Luvraum machen.“ und betrat forsch den „heiß umkämpften“ Navigationsraum. In der Kieler Förde wurde dann noch der Anker unter Schüler-Kommando fallen gelassen. Dort werden wir bis Samstagmorgen vorraussichtlich liegen.
Hallo, hier ist Laura. Wie ihr oben schon gelesen habt, war ich heute Steuermann. Ich glaube, was ich jetzt schreibe, würde jeder von uns Mädels sagen. Die Reise neigt sich stark dem Ende und wir hatten heute erneut die Möglichkeit zu beweisen, was wir alles gelernt hab. Das Navigieren heute war durchaus eine Herausforderung. Doch die Arbeitseinteilung und Ausführung hat dank guter Organisation super funktioniert. Ich bin mit dem Tag sehr zufrieden und bedanke mich nicht nur bei den anderen Girls, dass wir heute so eine erfolgreiche Fahrt hatten, sondern auch bei den Leuten, die den ganzen Tag an Deck standen!!!