Der erste Geburtstag an Bord und ein kühles Bad

Datum : 21. Oktober 2018
Position: St. Peter Port, Guernsey
Wetter: Luft 16°C
von Bianca

Der Tag fing für einige von uns vorn am Bug an, wo wir in unseren ersten Bordgeburtstag mit Bananenkuchen und Geburtstagsgirlande gefeiert haben. Nach einer weiteren Nacht mit regulären Hafenwachen gab es um 7:30 Frühstück, damit wir alle pünktlich an Land konnten, um unseren Bus für den gemeinsamen Tagesausflug zu bekommen: das Landteam hatte sich für eine Wanderung entlang der Küste entschieden. Da wir an dem erwähnten schwimmenden Ponton lagen, wurden 31 Leute mit unserem Dinghi an Land geshuttelt. Den Bus haben wir dennoch geschafft! Nach ca. einer halben Stunde Busfahrt stiegen wir etwas weiter im Süden der Insel nahe eines Spazierpfades entlang der Klippen aus, an dem wir unsere Wanderung starteten. Die Landschaft war durch die Klippenformation und dank des klaren Wassers malerisch!

Der Wanderweg selbst war sehr schön, ging jedoch auch durchgehend hoch und runter, wir sind also an diesem Tag sehr viele Stufen gelaufen. Langsam aber sicher sind wir dem Wasser hierbei immer näher gekommen. Letztlich sind wir dann an einen Strand gekommen, der viele kleine Felsen hatte und einen kleinen Wasserfall. Viele von uns sind mutig ins kalte Wasser gerannt (England! Ende Oktober!) und haben das erste gemeinsame Bad genossen. Nach dem Baden haben einige am Strand geturnt, andere sind auf die Felsen geklettert und einige haben einfach nur entspannt in der Sonne gelegen. Nach ca. 2 Stunden am Strand haben wir uns dann wieder auf den Rückweg begeben.

Zurück an der Bushaltestelle, an der wir zuvor ausgestiegen waren, konnten wir dank unserer Lehrer entscheiden, ob wir zurück nach St. Peter Port laufen oder Bus fahren wollen. Und so hat sich die Gruppe getrennt und einige sind Bus mit Alex gefahren und der Rest ist mit Siggi, Michi, Nathalie und Claudi weiter gewandert. Anschließend hatten wir dann noch einmal freien Landgang in der Stadt, bevor es um 17:30 dann wieder zurück nach Hause – das bedeutet für uns: auf die Johnny – ging. Dieser Landaufenthalt hat die Messlatte für alle weiten Landaufenthalte auf jeden Fall sehr hoch gesetzt.
Mit lieben Grüßen, Bianca

Wenn Cowboys etwas übers Wetter lernen

Datum: 20. Oktober 2018
Position: Hafen St. Peter Port
Etmal: –
Wetter: sonnig, Wind ENE, 3-4 Bft.
von Marlis

Um 9:0 Uhr morgens begann für uns alle heute die erste Unterrichtsstunde auf unserer Reise in die weite Welt. Der Cowboy war auch dabei, hatte sich aber bei den Aussichten auf Unterricht im Seegarten versteckt. Der Cowboy war gestern als blinder Passagier an Bord gekommen und sollte im Laufe des Tages noch eine zeitintensive Rolle bekommen. Der Kapitän brachte uns heute vieles über Klima, Wetter und Witterung und hierbei vor allem viel über Wolken und Winde bei. Am Ende des Tages sollten alle gelernt haben, was eine Wetterzelle ist, aber auch was in Hoch- und Tiefdruckgebieten und bei dessen Aufeinandertreffen passiert. Außerdem können wir jetzt – bislang zumindest theoretisch – das Wetter anhand der Wolken einschätzen und verschiedene Karten voneinander unterscheiden. In den nächsten Tagen werden wir intensiv ausprobieren, wie gut uns das auch in der Praxis gelingt, da genau diese Aufgabe uns im kommenden halben Jahr begleiten wird.

Die Pausen zwischen dem Unterricht wurden zum „BANG!“ spielen genutzt. Hier kommt der Cowboy ins Spiel. Er gehört zum Spiel „BANG!“, einem Gesellschaftsspiel, in welchem Gut und Böse sich gegenseitig im wilden Westen besiegen wollen. Möglich, dass dieses Spiel aufgrund seines Suchtfaktors der Kommunikation zur Außenwelt im weiteren Verlauf der Reise Konkurrenz machen könnte. 🙂 Abends haben wir dann im Rahmen einer kleinen Übung jeweils zu zweit blind das Schiff erkundet. Auf einmal war unser neues Zuhause winzig-klein oder riesengroß. Danach ließen wir den Abend entspannt bei Gesellschaftsspielen ausklingen. Und auch der Cowboy war müde und plumpste irgendwann in seine Koje, während die Schülerwache an Deck noch ihren Aufgaben des Wachbetriebes nachging.
Liebe Grüße, Marlis

P.S.: Ganz liebe Grüße an meine Familie und meine Freunde. Vermisse euch und hoffe, dass es euch gut geht.