Datum: 23. Oktober 2017
Position: 49° 38,8’N, 001° 36,9’ W
Etmal: 0,5 NM
Wetter: Wasser 14°C, Luft 13°C, Wind 3 Bft.
von Jörg
Seemann’s Braut ist die See, und nur Ihr kann er treu sein… nach dem Abwettern des vergangenen Sturms erlauben es uns der Wind und die See endlich, unsere Reise fortzusetzen. Anker auf. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Quai de France zum Wasser bunkern legen wir am frühen Nachmittag in Cherbourg unter Segeln ab. Die Crew und die Roald arbeiten perfekt zusammen: Leinen los! Setzt den Innenklüver! Setzt die Marsen! Sanft gleitet die Roald der Hafenausfahrt entgegen, unter den Blicken des staunenden und faszinierten Lotsen. Mit Hilfe von Außenklüver, Fock, Vorstengestag, Großstengestag und bald auch dem Briggsegel geht es anschließend mit fliegenden 8-9 Knoten im unterstützenden Strom Richtung Ausgang des Englischen Kanals, Kurs Biskaya. Die Crew gewöhnt sich langsam wieder an Wind und Welle, mit den üblichen Nebenerscheinungen.
Jörg G.
PS.
1. Ich grüße die Familie und Freunde auf beiden Seiten des Äquators.
2. L. und A. grüßen Karo, Jana, Vera und Horst-Harry aus den schaukeligen Ausläufern des Englischen Kanals – wir haben euch nicht vergessen
3. Liebe Mareike, nochmal alles Liebe zum Geburtstag. Ich drücke dich! A.
4. Heike grüßt Eltern, Michaela und Jana (Batwoman)
Hallo ihr da draußen, wir liegen immer noch, bei etwas ruhigerem Wind, vor Cherbourg. Heute Morgen wurden alle schon um 7:00 Uhr von dem schönen Song „Walking on Sunshine“ geweckt. Nach dem Frühstück haben wir uns dann erst einmal alle zu einem „Info-All-Hands“ versammelt und den groben Tagesablauf besprochen. Ab 10 Uhr hat uns dann Trixi mit dem Dinghi hinüber zum Festland gebracht, wo wir anschließend ins Museum, „La Cité de la Mer“, gegangen sind. Dort sind wir dann alle in Kleingruppen durch das Museum gelaufen. In dem Museum wurde unter anderem ein riesiges U-Boot ausgestellt, das sich als ein Atom-U-Boot entpuppte. Zusätzlich wurde über die Geschichte der Titanic und die Unterwasser- oder Tiefseeforschung informiert. Aber bis es endlich alle von der Roald ins Museum geschafft hatten, war bestimmt eine Stunde vergangen. Ich war mit Paul und Lukas in einer Kleingruppe, und wir sind zuerst in das U-Boot gegangen, das sehr interessant war, da die Innenausstattung für ein U-Boot ziemlich luxuriös war.