Spanisch & Kochen

Datum: 1. Februar 2017 (Tag 117)
Position: Longo Mai, Costa Rica
Etmal: –
Wetter: sonnig
von Zora

zoraHeute startete ich den Tag mit einem Pfannkuchen-Gallo-Pinto-Toast- Frühstück um 07:30 Uhr., also einem Luxusfrühstück, weil es in den meisten Familien hier eigentlich durchgehend Reis mit Bohnen gibt. Um viertel vor acht haben Hannah, Damaris, Karla und ich Claire bei ihrer Gastfamilie mit Happy Birthday überrascht, weil sie heute ausnahmsweise wirklich Geburtstag hat. Dann sind wir um 8:00 Uhr alle bei unseren Spanischlehrern Zuhause aufgetaucht. In meiner Gruppe war alles ganz entspannt: Zuerst haben wir das Rezept und die Zutaten von einem typischen Gericht, Gallo Pinto (= Reis mit Bohnen) besprochen und nach einer kurzen Keks- und Saftpause haben wir angefangen, es zu kochen. Um 11:00 Uhr haben wir uns mit den anderen Spanischgruppen zum Picknick auf einer Wiese getroffen und jede Gruppe hat etwas Typisches für alle zum probieren gekocht, das zuerst von der jeweiligen Gruppe auf spanisch präsentiert wurde. Dann wurde bis 12 Uhr gemeinsam gegessen. Dann ging es für alle in ihren Gastfamilien direkt weiter mit Mittagessen und der Spanischunterricht war für heute vorbei.

Mit vollem Magen ging es dann um 14 Uhr los: Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt und haben bei zwei Gastmüttern gelernt, wie man `pupusa`, typische Maisfladen, die man mit Fleisch, Bohnen, Käse und Gemüse gefüllt essen kann, zubereitet. Dafür wurde zuerst Maismehl mit Wasser gemischt, daraus dann kleine Kugeln gemacht, die plattgedrückt und gefüllt wurden. Für ein paar Minuten kamen sie auf eine heiße Platte, bis sie schön braun wurden. Es hat allen gut geschmeckt, obwohl nach dem Picknick und dem großzügigen Mittagessen davor eigentlich kein Platz mehr in unseren Mägen war. Bis 16:00 Uhr hatten wir Zeit, uns zum Beispiel im Fluss abzukühlen, bis wir uns dann alle im Rancho getroffen haben und Charlie uns ihre `Überraschung`gezeigt hat. Sie hatte von jedem das Motivationsschreiben aus der Bewerbung ausgedruckt, die dann nacheinenander immer von einer anderen Person für alle laut vorgelesen wurden. Laut Motivationsschreiben hat sich Leo eigentlich für „Ocean College“und Johann für „KUS“ beworben, anstatt für HSHS, Karla wollte ihren gesunden Ernährungsplan, mit dem sie sich Zuhause gerne beschäftigt, auch an Bord durchsetzen und ich hätte laut Motivationsschreiben ein Handmikrofon mitnehmen sollen…

Es war echt lustig, was wir so in den Motivationsschreiben über uns oder unsere Eltern geschrieben haben, viele unnötige Informationen. Nach dem Abendessen haben wir uns nochmal im Rancho, unserem Gemeinschaftsraum hier, getroffen und es wurden Schuhplattler, Polka, Pantomime und andere Ideen für unseren Auftritt auf dem Kulturfestival hier geübt. Zwischendurch haben wir noch Jarons Referat über den Kaffee gehört, dann wurde nochmal fleißig weiter geübt. Liebe Grüße aus Longo Mai an meine Familie, ich habe euch lieb,
Zora

P.S.: Hannah gratuliert ihrer Mama ganz ganz lieb zum 44.Geburtstag! Hoffentlich hattest du einen entspannten Tag. ♥Hab dich lieb!♥

P.P.S.: Tessa gratuliert ihrer Freundin Rixi ganz herzlich zum Geburtstag ♥

Spanisch in Longo Mai

Datum: 31. Januar 2017 (Tag 116)
Position: Longo Mai, Costa Rica
Etmal: –
Wetter: sonnig
von Mira

t_miraHeute Vormittag stand unsere erste Spanischstunde mit unseren neuen Spanischlehrern auf dem Programm. Um acht Uhr trafen wir uns mit ihnen beim Rancho, dem Versammlungshaus in Longo Mai. Doch statt direkt mit dem Unterricht zu beginnen, führten sie uns zu unserer Überraschung zum angrenzenden Sportplatz. Dort spielten wir verschiedene Spiele, die trotz Erklärung auf Spanisch (zugegebenermaßen nach einigen Probedurchläufen) auch die Spanischanfänger verstanden. Fortgesetzt wurde der Spanischunterricht mit einer Führung durchs Dorf, auf welcher wir viel über die lokale Schule, den Wasserspeicher, die Kirchen und den Kaffeebohnensammelplatz von Longo Mai lernten.

Außerdem lernten wir die Vokabeln für die Tiere und Pflanzen, die uns auf unserem Spaziergang durch das Dorf begegneten, und durften die exotischen Früchte, die wir am Wegesrand entdeckten (Wassermelonen, Orangen, Kakao), auch direkt probieren. Mit einer kurzen Wiederholung des Gelernten durch die Schülergruppen endete auch schon der Spanischunterricht für diesen Tag und jeder ging zum Mittagessen zurück zu seinen Gastfamilien.

Am Nachmittag wurden wir von Wade, einem lokalen Bauern US-amerikanischer Herkunft, über seine Finca geführt. Er lebt dort mit seiner Familie (und zeitweise bis zu vier Voluntären) vollständig autark: er produziert nicht nur sein eigenes Obst und Gemüse, Eier, Fleisch und Fisch aus seinem Fischteich, sondern mithilfe von Wasserkraft und Solarzellen auch seinen eigenen Strom. Wade erklärte uns sehr viel über die nachhaltige Lebensweise auf seiner Finca: So baut er verschiedenste Obst- und Gemüsesorten an (auf seiner Finca wachsen alleine über 60 verschiedene Bananensorten!), die nicht nur zum sofortigen Verzehr, sondern auch als Viehfutter, zur Herstellung von Essig oder Trockenobst für den Verkauf verwendet werden. Zum Abschluss dieses bisher schon sehr informativen Tages hielt Immo bei unserem abendlichen Treffen im Rancho sein Referat über die Ananas, da hier in Longo Mai ein Großteil der Bevölkerung auf den Ananas-Plantagen von Del Monte arbeitet.
Mira