Datum: 13. November 2016, (Tag 37)
Position: 28° 19,8 ‚ N; 016° 16,8 W
Etmal: 50 sm
Wetter: Luft 25°C, 1019 hPa, blue sky, Wind ENE
von Bishal
Der letze Tag an Land, ein letztes Mal den Kühlschrank abchecken – #thuglife. Zu meinem Bedauern hatte ich schon vor der Fahrt eine Menge an Strichen, was für mich Sanktion für das Taschengeld bedeutet. Norbert hatte die Liste ebenfalls bereits abgecheckt, denn es fehlten schon nach 5 Tagen 30 Striche, sowie nach 4 Wochen 200 Striche. Ein Strich hieß ein Getränk. Doch wer war nun verantwortlich für dieses Fiasko? Ich stelle einige Theorien auf:
Hypothese 1
Schon in La Coruña hatten wir den ersten Kontakt mit einem anderen Segelschiff, auf welchem ein ähnliches Projekt umgesetzt wird. Doch höchstwahrscheinlich wurde nicht nur die Idee des Projekts geklaut, sondern auch die bereits erwähnten Getränke. Da ein Matrose eventuell einen enorm hohen Wodkakonsum betreibt, besteht in der Last ein Mangel an Platz für alternative Getränke.
Hypothese 2
KUS! Ach nee, warte mal, die düfen ja keine Softdrinks trinken und müssen nach 21 Uhr eh in die Koje und schlafen.
Hypothese 3
Piraten! Da deren Prioritäten mehr auf dem Erwerb von Waffen liegen, kamen die Getränke zu kurz und mussten nun auf andrem Weg beschafft werden.
Hypothese 4
Den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten ist auf ihren Wahlkampfparties der Getränkeautomat kaputt gegangen, weshalb gekühlte Getränke Mangelware sind. Kurzer Hand wurde die CIA angewiesen auf schnellstem Weg Drinks zu besorgen.
Bishal
Der Tag begann wie jeder andere: Nach einer gefühlt viel zu kurzen Nacht um 7:30 Uhr aufstehen und eine halbe Stunde später um 8:00 Uhr Frühstück. Die erste gute Nachricht für mich: Joghurt mit Mango zum Frühstück (mmmh lecker), das hatte ich mir extra gestern noch gekauft. Der nächste Tagespunkt: Zimmer und Kombüse aufklaren. Alle dicken und warmen Sachen, sowie auch die Wanderausrüstung, die wir für den Teide benötigt hatten, müssen wieder in der Last verstaut werden. Eine ziemlich anstrengende und ermüdende Geschichte, wenn man bedenkt, dass in den 4er-Kammern vier Leute auf ungefähr 5m² leben. Zu der reinen körperlichen Anstrengung kommt dann auch noch die intelektuelle Herausforderung: „Was brauche ich noch auf dem Atlantik? Den dicken Pullover werde ich wohl nicht mehr brauchen… oder vielleicht doch? Naja hoffen wir mal auf gutes Wetter. Zur Not habe ich ja auch noch meine Ölzeug-Jacke.“