Die Sternengucker

Datum: 16. November 2020
Position: Santa Cruz de Tenerife
Wetter: warm
von Jan

Moin, am Sonntag waren wir in La Laguna und haben uns die Altstadt angeschaut, außerdem hatte ich Backschaft und musste deswegen schon sau früh aufstehen. Das erste, was uns Peter gesagt hatte, war, dass wir das Essen heute selber machen sollen und er heute nur im Notfall da ist. Also haben wir angefangen und es gab absolutes Chaos. Aber wir hatten alles pünktlich auf dem Tisch und da Sonntag war, gab es ein sehr ausgiebiges Frühstück. Es gab zum ersten Mal Joghurt. Dazu gab es dann noch Müsli, Nutella, Erdnussbutter und frisch aufgebackene Baguettes. Nach dem Frühstück haben wir direkt mit dem Mittagessen angefangen, da wir erst am Nachmittag nach La Laguna gefahren sind. Das Mittagessen war noch viel chaotischer, aber Anselm, Jonathan und ich haben das hinbekommen und pünktlich um 12:30 Uhr Essen auf den Tisch gestellt. Es gab Tomatenreis mit Hack und Zucchini sowie für die Veggies Tofu mit Zucchini. Als wir mit dem Abwasch fertig waren, konnten wir endlich nach La Laguna losfahren. Wir waren alle echt gespannt, weil wir freien Landgang – also so frei natürlich wie wir den unter Corona-Maßnahmen machen konnten (mit Maske, in keine Läden rein, etc.) – hatten und die Stadt auf eigene Faust erkunden durften.

Als wir angekommen waren, hatte uns Friedi etwas über die Stadt und die Geschichte von Teneriffa erzählt und wir haben besprochen, was wir in der Zeit machen werden, in der wir in La Laguna sind. Dann durften wir los in die Stadt, aber wir haben erst einen Zettel bekommen, auf dem Aufgaben für eine Stadt-Rallye standen. Endlich durften wir los und das erste, was wir gemacht haben, ist mit Stefan und Christian zu einem kleinen Bäcker zu gehen und uns Essen zu kaufen. Die hatten eine kleine Theke, sodass wir nicht in den Landen gehen mussten. Die Verkäufer waren so nett zu uns und haben mir einen Extra-Donut geschenkt. Wir sind langsam durch die Altstadt geschlendert und haben uns die ganzen vielen Info-Tafeln angeschaut, die an fast jedem Haus hingen und mit jeder Tafel habe ich mir gedacht: „Wie viel Geschichte kann in so einem kleinen Dorf sein?“. Auf jeden Fall mussten wir, während wir durch die Stadt liefen, Fotos für die Rallye machen. Wir hatten so viel Spaß damit!

Nachdem wir noch einen Eistee getrunken hatten und noch einmal bei dem Bäcker waren, war es Zeit für die Rückfahrt. Das hieß auch, dass wenn wir wieder da waren, ich direkt in die Backschaft musste, aber es war absolut lustig und wir haben ein bisschen in der Küche gezaubert und noch zu ganz normalem Essen einen großen Salat mit selbstgemachtem Salat-Dressing gemacht. Nachdem sich alle satt gegessen hatten, gab es noch eine Überraschung für uns: Die Ersten haben ihre Briefe bekommen, konnten anfangen diese zu lesen und hatten ein kleines bisschen Zuhause, was bei fast allen zu dem ein oder anderen Tränchen geführt hatte. Wir in der Küche hatten aber keine Freizeit, sondern mussten die Küche fertig machen, denn sobald wir fertig waren, haben die ersten 2 Gruppen ihre Bilder von der Stadt-Rallye vorgestellt. Das war sehr lustig und hat einige nach dem kleinen Heimwehe durch die Briefe wieder sehr aufgeheitert. Dann gab es die beste Ansage überhaupt und zwar, dass es so warm in der Nacht wird, dass wir draußen schlafen dürfen, was alle sehr sehr fröhlich gestimmt hat und sofort fast alle mit Iso/- und Hängematten ans Deck getrieben hat. Ich glaube, ich kann für alle sprechen, wenn ich sage, dass es echt schön war auf dem Vorschiff als große Gruppe zu schlafen. Wie angesagt war die Nacht viel viel wärmer als die letzten und gleichzeitig war der nachfolgende Tag auch noch wärmer, was uns aber egal war, da wir unseren zweiten Tag am Strand hatten.

Am Frühstückstisch waren alle zwar etwas angematscht, aber wir hatten alle Lust auf den Strand, da es selbst um kurz nach 7.00 Uhr schon fast 26°C warm war. Nachdem wir schnell die Küche, die Bäder und die Messe sauber gemacht hatten, sind wir um 10.00 Uhr mit Taxen an den Strand gefahren. Der Strand war zwar ein ganz kleines bisschen voller als beim ersten Mal, aber dafür hat dieses Mal ohne Unterbrechung die Sonne geschienen und wir konnten uns alle bräunen – naja alle bis auf mich, ich habe einfach wie immer Sonnenbrand bekommen, aber naja dafür war es schön warm. Nach dem Erholungstag am Strand stand um 17.00 Uhr unsere Rückkehr auf die Jonny an, aber das hieß auch, dass wir unseren individuellen Landgang in St. Cruz näherkommen, auf den alle Lust hatten und der sogar früher als geplant angefangen hat, da die Backschaft schnell fertig war. Dann durften wir wieder in kleinen Gruppen in die Stadt rein gehen. Zwar wie in La Laguna nur mit Maske und dass wir in keine Läden dürfen, es ist trotzdem ein sehr schöner Unterschied zum Schiffsalltag, naja egal. Manche hatten sich dann für später Pizza geholt, was echt schlau war, aber naja, man kann nicht alles haben.

Als wir alle wieder um 10.00 Uhr eingetrudelt waren, gab es noch eine lang ersehnte Überraschung, denn die Lehrer hatten unsere persönlichen Einkäufe gemacht und kamen mit Kartons voll mit Chips, Keksen, Schokolade usw. aufs Schiff. Dann haben die sich zwar erstmal „beschwert“, dass sie einkaufen mussten aber anscheinend hatten sie auch sehr viel Spaß so viel einzukaufen. Nachdem sich das alles gelegt hatte, ist der Abend langsam an Deck ausgeklungen, denn wir durften wieder draußen schlafen. Jetzt sitze ich hier in meiner Hängematte und versuche irgendwie alles, was in den letzten Tagen passiert ist, aufzuschreiben und begreife so langsam, warum Nathalie immer sagt, dass diese Reise etwas ist, was man nicht einfangen kann. Ich kann zwar lange erzählen, was wir gemacht haben, aber das Lachen, müde, gestresst, traurig oder was auch immer Sein hier und die ganze Dynamik der Gruppe ist etwas, was wir nie so erzählen werden können. Diese Fahrt ist so voller Erlebnisse, Gefühle und Eindrücke, dass man das niemals alles auffangen könnte. Deshalb will ich einfach nur an alle, die das hier lesen, einen schönen Morgen, Mittag oder Abend wünschen und sagen, dass dieses Projekt für alle eine große Herausforderung ist, aber etwas, an dem man so viel wächst und man Eindrücke bekommt die man niemals sonst bekommen würde.
LG, Jan

P.S.: Ich grüße Sabrina und hoffe das es dir gut geht. <3
P.P.S.: Mama, auf den nächsten Bildern werde ich blonde Haare haben also nicht erschrecken – wobei ich glaube, das tut ihr eh nicht mehr. Ich habe euch lieb. <3
P.P.P.S.: Anabel grüßt: Ihre Eltern, die sich keine Sorgen darum machen sollten, dass ich eventuell eine blonde Strähne in den Haaren haben werde. Hab euch ganz doll lieb und danke, dass ihr mir die Reise ermöglicht habt <3. Ihre Schwester, bitte zieh aus meinem Zimmer wieder aus, wenn deins fertig umgebaut ist!!!!! Adi, nicht zu viel feiern gehen bitte, weil ich hätte gerne noch nen Bruder mit einer Leber <3. Emma und Miriam, hab euch lieb. Ich Grüße Jan, der direkt neben mir sitzt, nur so aus Spaß. Ihre Großeltern, es war sehr schön mal wieder mit euch zu Telefonieren. Weiterhin Grüße an alle Pizza-Läden dieser Welt, weil Pizza ist beste.
P.P.P.P.S.: Selma grüßt Nando: “Wie ist die Lage bei euch so? Wenn ich wieder da bin, komme ich euch mal besuchen, wir sind viiiiiel zu selten bei euch! Grüß die andern vier ganz herzlich von mir!!“
P.P.P.P.P.S.: Lara grüßt Sabeth ,,hab dich ganz dolle lieb und sag Annie gute Besserung von mir!´´
P.P.P.P.P.S.: Julius grüßt Jan und hätte sein Fahrrad gerne heile zurück.
P.P.P.P.P.P.S.: Jonathan grüßt Papa. Ich hoffe dir geht es gut und der Hausbau geht gut voran:)
P.P.P.P.P.P.P.S.: Nico grüßt die Kassiererin aus dem Lidl, die das Opfer unseres gesunden Großeinkaufs wurde.

Freitag, der 13.!

Datum: 13. November 2020
Position: Santa Cruz de Tenerife
Wetter: warm, windstill, etwas bewölkt
von Valerie

(kurze Info: dieser Tagesbericht fokussiert sich heute etwas spezifischer auf einen gewissen Bereich. Ich denke, ihr werdet beim lesen ganz schnell bemerken, welcher und wenn nicht, schaut euch einfach die Überschrift an… die verrät auch schon einiges ;))
Nachdem wir gestern alle mehr oder weniger gebräunt (manche hatten eben noch mehr Sonnencreme dabei als andere), aber auf jeden Fall alle mit einem vollen Magen, von unserem tollen Strandtag zurück kutschiert worden waren, hatten wir die große Ehre noch eine andere, mindestens genauso abenteuerlustige Truppe wie wir zu treffen und mit ihnen zu tratschen. Natürlich alles nach Corona-Regel, das bedeutet Masken auf, Abstand halten und nur in kleineren Grüppchen – so langsam kennen wir uns mit diesen ganzen Regularien, glaube ich, alle recht gut aus. Am Anfang liefen die Konversationen noch etwas eintönig, aber spätestens bei der Frage, welche Oraganisation jetzt wohl die „besser-cooler-lustigere“ ist, wurden wir alle recht aktiv. Wir hatten großen Spaß uns zu batteln und darüber zu diskutieren, welches Schiff jetzt wohl besser aussieht und welches schneller ist. Die Ocean Collager sind auf jeden Fall super symphatische Leute und es lohnt sich auch bei ihrem Blog vorbei zu schauen, vielleicht erzählen die ja auch Gutes über uns. So jetzt aber genug von gestern, man sollte nämlich nie zu lange in der Vergangenheit rumstochern (kleine Weisheit am Rande) ??

Heute früh, nach meiner Wache mit Selma, bei der ich recht müde war, da ich einfach nie einschätzen kann, wann denn jetzt der richtige Moment ist, sich Richtung Bett zu bewegen, kam schon das erste Unglück auf mich zu… Ich hab heute früh irgendwie nur die Schertzerl (das Ende des Brots, was niemand haben will, übrigens vielen Dank an Cle´s Mum für diesen Begriff) abbekommen. Danach ist ein Marmeladenglas zu Bruch gegangen. Aber kein Problem, denn Scherben bringen ja bekanntlich Glück! Im Anschluss entschied ich mich dazu, meine mittlerweile vielleicht schon zum 4. Mal getragene Wäsche zu den großen Waschmaschinen im Hafen zu bringen. Keine gute Idee, wie sich im nachhinein heraus gestellt hat. Denn ich hatte heute die ehrenvolle Aufgabe in den Ankerkasten zu kriechen und die Ankerkette gleichmäßig zu verteilen. Hätte man mir nicht früher sagen können, dass man dort unten nicht mit frischen Klamotten rein sollte? Ich ging als frisch gewaschenes Kind hinein und kam als verdrecktes Kind, dass niemand mehr umarmen wollte, heraus. Danach ging es gleich weiter mit einer kleinen Spritztour mit dem Dinghi. Jeder durfte mal ans Ruder und dann übten wir so wie beim Führerschein das Ein- und Ausparken bzw. An- und Ablegen. Es stellte sich heraus, dass Frauen mindestens genau so gut einparken können wie Männer, wenn nicht sogar besser ??.

Zum Mittagessen gab es Wraps mit allen möglichen Beilagen und da an diesem Tag alles schief ging, was eben so schiefgehen kann, fielen mir natürlich Tomaten und die Soße auf die nun neue frischgewechselte Hose. Obwohl man sogar sagen kann, dass ich in diesem Fall Glück im Unglück hatte, da nicht die ganze Hose getroffen wurde. Nachdem wir uns alle noch mehr als genug Wassermelonen in den Mund gestopft haben und am Ende sogar noch welche übrig blieben, machten wir uns bereit für das Großreinschiff. Ich wurde den Nasszellen zugeteilt. Aber ich will mich nicht beschweren, es wird eben gemacht, was gemacht werden muss. Also schrubbten wir, was das Zeug hält und diskutierten darüber, wer den Staubsauger als nächstes bekommt, auch wenn wir das mittlerweile eigentlich recht fair einteilen.

Als wir endlich fertig waren, alles blitz und blank zu putzen und wir alle glaube ich recht fertig waren, bot sich für uns noch einmal die Gelegenheit mit dem Dinghi herum zu cruisen, oder aber mit Raphael joggen zu gehen, die meisten entschieden sich jedoch für Variante A (Raphael muss noch ein bisschen üben, was Werbung machen angeht). Am Vormittag noch das An- und Ablegen und jetzt wurde sogar ein Mann-über-Bord-Manöver geübt, natürlich ohne Testperson, wobei man hier auch von Glück reden kann, denn das Manöver hat nicht ganz so einwandfrei geklappt. Als Stärkung und Abrundung zum heutigen Tag, wurden wir zum Abendessen noch mit käseüberbackenen Baguettes beglückt und es blieb sogar mehr für uns übrig, da uns die Stammcrew und alle Lehrer, außer Friederike und Gerhard für heute Abend verliessen (Kurzes Update es ist 22.56 Uhr und sie sind noch nicht zurück). Da sich einige von euch jetzt warscheinlich fragen, warum die Lehrer uns einfach alleine lassen…uns werden bald Norbert, Sigi, Peter und Gerhard verlassen und sie wollten schon mal ein kleines Abschiedsdinner veranstalten,welches wir aber morgen mit allen anderen auch noch einmal nachholen werden. So, das war es soweit von diesem Glückstag, jeder Freitag der 13. läuft eben anders ab. Ich bin schon gespannt auf den nächsten (und ich glaube, das war jetzt echt Hinweis genug ?? )
Valerie

P.S.:
Ich grüße heute mal ein paar mehr Leute: Als aller erstes meinen Bruder Max „Tut mir voll leid für dich wegen der WLAN-Sperre von Mama und Papa ich hab dich schon versucht zu verteidigen“. Danach wünsche ich Simon alles Gute zu seinem 18! Pass auf dich auf ! Und ich grüße die Jule die hoffentlich ordendlich ihr Tanzbein schwinkt 😉 Und nicht zu vergessen alle anderen die sich heute hingesetzt haben um diesen Blog zu lesen ( Ich denke ihr fühlt euch damit schon angesprochen) und auch alle anderen Neugierigen die das hier gerade lesen.

Selma wünscht Omi Alles Gute zum Geburtstag: „Ich hoffe du feierst schön mit der Family und hast einen schönen Tag mit ganz viel Kuchen! Hab dich lieb!“
Robert grüßt Naschi
Lara grüßt die Karin und den Heiko
Leni grüßt die Luise (+ Familie) und Boris + Familie
Hannes grüßt alle die er sonst auch grüßt, ganz besonders aber seinen Papa „Alles Gute zum Geburtstag“
Jasmin entschuldigt sich bei Elfie für die verspätete antwort ?? und lässt grüßen!
Flo, wir staubsaugen heute- i vermiss die und es tut unglaublich gut mit dir zu reden- i hab sie gaaanz dolle liab!!! Sun. Suuun. Ich hab mir ne Bedeutungsbox gebastelt und da ist jetzt ein stück Piermauer drin, die ich beim telen mit dir mir gemopst hab. Immer wenn die aufgemacht wird, kommen mir die lustigen, coolen Worte in den Sinn mit denen sie uns so schön chemiker mäßig beschrieben haben. Mams und Paps ich hab sie lieb und ich fands cool das ihr euch getroffen habt und meine kleine lostheit beim telefonieren so cool aufgenommen habt. Kuss ist raus! Liebe auch an alle anderen coolen Berlina chicas y chicos! Ihr werdet vermisst!
Caspar grüßt Ursula.