Alltag

Datum: 2. April 2021
Position: 31° 01,7’ N, 047° 26,9’ W
Wetter: windig, leicht bewölkt
von Noah

Es ist 03:50 Uhr. Man sieht ein Schiff. Man kann aus der Distanz nur die Positionsleuchten und die grün-roten Toplichter sehen, die Silhouette allerhöchstens erahnen. Gehen wir näher ran. In einem Aufbau in der Mitte des Schiffs ist Bewegung. Drei Personen sitzen dort. Sie stehen auf und gehen an Deck. Zwei der drei Personen tragen Ölzeug, die dritte Person einen dicken Pullover. Sie gehen an der Brücke vorbei aufs Achterdeck. In der Brücke reden zwei Personen miteinander. Auf dem Achterdeck ist ein Außensteuerstand. An diesem stehen auch drei Personen. Zwei von ihnen tragen auch Ölzeug. Die dritte wieder einen Pullover. Die Person mit dem Pullover steht am Ruder. Ihr Gesicht wird schwach von der Digitalanzeige des Kompasses angeleuchtet. Von den anderen erkennt man nur die Umrisse. Die Personen, die aus dem Aufbau kommen stellen sich auf Lee an die Reling. Der kalte Wind bläst ihnen ins Gesicht. Eine der Personen zieht sich eine Mütze an.

Inzwischen ist es 03:59 Uhr. Die Salingsbeleuchtung wird angemacht. Man erkennt zwei Segel. Ein Gaffelschonersegel und ein Großsegel. Das Großsegel ist achtern. Der Schoner ist über dem Aufbau. Die Personen aus der Brücke kommen aufs Achterdeck. Einer vom Steuerstand sagt etwas. Daraufhin sagen alle vom Steuerstand etwas. Die anderen antworten. Die Personen vom Steuerstand geben denen, die aus dem Aufbau kamen, Automatikwesten. Der Rudergänger wird abgelöst. Die Personen vom Steuerstand gehen unter Deck. In den Aufbau. Das Licht im Aufbau geht an. Man erkennt, dass es die Messe ist. Die Personen setzen sich auf die Bänke. Sie reden miteinander. Nach einer Minute verlassen zwei der Personen die Messe. Sie gehen den Niedergang zum Vorschiff hinunter. Die dritte Person sitzt noch in der Messe. Kurz darauf verlässt sie die Messe. Sie geht nach Achtern. Das Licht in der Messe geht aus. Die Personen an Deck sind auf ihren Positionen. Ein Steuerbordausguck. Ein Backbordausguck. Ein Rudergänger. Die Personen, die auf Brücke waren, sind wieder auf Brücke. Die eine sitzt auf dem Kapitänsstuhl. Die andere trägt etwas ins Schiffslogbuch ein. Die Person klappt das Logbuch zu. Sie wünscht dem anderen auf Brücke eine gute Wache. Sie geht den Niedergang in der Brücke hinunter. Die Salingsbeleuchtung wird ausgemacht. Es ist 04:30 Uhr.

Die Person auf Steuerbordausguck geht auf Brücke. Sie trägt etwas in die Brückenkladde ein. Sie redet mit der Person auf Brücke. Sie geht zurück nach Achtern. Die drei Personen am Steuerstand reden miteinander. Der Rudergänger wird von einem Ausguck abgelöst. Sie tauschen Positionen. Es ist 04:53 Uhr. Der Steuerbordausguck geht auf Brücke. Er nimmt ein Schleuderthermometer. Er verlässt die Brücke wieder. Er geht nach achtern. Er gibt das Thermometer dem Backbordausguck. Dieser schleudert das Thermometer. Der Steuerbordausguck geht zum Mastgarten des Großmastes. Dort nimmt er einen Admiral. Mit diesem geht er zu Reling. An dem Admiral ist ein Tampen befestigt. Am Ende dieses Tampens ist ein Karabiner. Diesen hakt er in die Reling ein. Dann wirft er den Admiral über Bord. Mit dem Tampen kontrolliert er die Höhe des Admirals. Der Backbordausguck nimmt eine Taschenlampe. Er leuchtet auf das Schleuderthermometer. Er liest die Temperaturen ab. Er bringt das Thermometer zurück auf Brücke. Er trägt die Werte in die Brückenkladde ein. Er guckt nach dem Barometer. Er liest den Luftdruck ab. Er trägt ihn in die Brückenkladde ein. Der Steuerbordausguck holt den Admiral aus dem Wasser. Er nimmt eine Taschenlampe. Er leuchtet auf den Admiral. Er ließt die Temperaturen ab. Er bringt den Admiral zurück in den Mastgarten. Er geht auf Brücke. Er trägt die Werte in die Brückenkladde ein. Er trägt Windrichtung und -stärke in die Brückenkladde ein. Der Backbordausguck geht zurück nach hinten. Der Steuerbordausguck schaut auf das GPS. Er trägt die Position in die Brückenkladde ein. Es ist 05:01 Uhr.

Der Rudergänger wird abgelöst. Der Himmel wird langsam hell. Man erkennt den Schonermast. Davor sind zwei Vorsegel. Ein Klüver und eine Baumfock. Um 05:30 Uhr passiert das gleiche wie um 04:30 Uhr. Um 05:53 Uhr passiert das gleiche wie um 04:53 Uhr. Es ist 06:15 Uhr. Der Backbordausguck geht zur Brücke. Er sagt etwas zu der Person auf Brücke. Der Backbordausguck geht unter Deck. Fünf Minuten später kommt er wieder hoch. Die Sonne geht gerade auf. Es ist 06:35 Uhr. Der Backbordausguck klettert in den Proviantraum. Er kontrolliert den Tiefkühler. Er schaltet den Kompressor an. Er verlässt den Proviantraum. Er geht zum Bootsmannsstore. Er nimmt den Druckluftschlauch. Er öffnet den Druckhahn. Er geht nach achtern. Er nimmt einen Lifebelt. Er hakt den Lifebelt in der Automatikweste ein. Er geht zum Beiboot. Er sichert sich an der Reling. Er steigt ins Beiboot. Er befüllt die Luftkammern des Schlauchbootes. Er verlässt das Schlauchboot. Er schließt den Druckhahn. Er entlässt Luft aus dem Schlauch. Er schießt den Schlauch auf. Er verstaut den Schlauch im Bootsmannsstore. Es ist 06:58 Uhr. Der Steuerbordausguck geht unter Deck. Er kommt fünf Minuten später wieder an Deck. Kurz darauf kommen weitere Personen an Deck. Es ist 07:30 Uhr.

Es klingelt eine Glocke in der Messe. Die Tische sind gedeckt. Es setzten sich Personen an die Tische. Die vier Leute bleiben an Deck. Es wird eine kleinere Glocke geläutet. Alle sind still. Man hört den Wind. Eine Minute später wird die kleine Glocke erneut geläutet. Die Personen in der Messe fangen an zu essen. Es ist 07:55 Uhr. Vier Personen gehen nach Achtern. Sie stellen sich an die Reling auf Lee. Einer vom Steuerstand sagt etwas. Daraufhin sagen alle vor dem Steuerstand stehenden Personen etwas. Die anderen antworten. Die Personen vom Steuerstand geben denen, die an Deck kamen, Automatikwesten. Der Rudergänger wird abgelöst. Die Personen vom Steuerstand gehen unter Deck.
Noah

Der Winter kommt!

Datum: 31. März 2021
Position: 29° 37,4′ N. 050° 38,1′ W
Wetter: kalt, grauer Himmel, 20°C, Wind 3-4 Bft.
von Julius

Gestern war eigentlich ein ganz normaler Tag auf der Johnny. Wir wurden wie immer um 7:00 Uhr von der Wache geweckt und als ich an Deck kam, war es gefühlt schon wieder kälter. Nach dem Frühstück habe ich dann, wie immer an Schultagen, im Seegarten noch schnell meine Hausaufgaben für diesen Tag gemacht. Danach hatten wir Englisch und Geographie. Da in Geographie ein Teil der Gruppe aber noch die Klausurersatzleistung fertigstellen musste, hatte ich endlich einmal die Gelegenheit, mit meinem Stoff für daheim anzufangen. Direkt nach der Mittagspause war dann noch Deutsch, das einzige Fach, indem wir noch eine Klausur schreiben werden. Dies ist auch der Grund dafür, dass wir von Stefan auch immer so viel zu tun bekommen. Meine gesamte Kaffeepause ging für meine Deutschhausaufgaben drauf und danach war ich immer noch nicht fertig. Am Abend gab es dann noch eine kurze Schüler*innenversammlung und anschließend konnte ich endlich ins Bett.

Mein Schlaf wehrte allerdings nicht besonders lange, da ich, wie jeden zweiten Tag, um 3:30 Uhr zu meiner 4-8 Wache mit Hippo, Lara und Helene geweckt wurde. Als ich dann, wie immer komplett verschlafen, eine Viertelstunde vor Wachbeginn in der Messe saß, kam jemand von der 0-4 Wache nach unten und teilte uns mit, dass wir Regensachen brauchen würden, weil es gerade angefangen hatte zu schütten. Als wir dann völlig eingepackt in unserem Ölzeugs nach oben kamen und die Wache übernommen hatten, fing es direkt an ordentlich zu regnen. Selbst unter dem Ölzeugs war es sau kalt und wir froren uns alle den A… ab. Der Regen hörte dann zum Glück gegen 5:15 Uhr auf, aber merklich wärmer wurde es deswegen auch nicht unbedingt. Auch als dann so ungefähr zwei Stunden später alle anderen an Deck kamen, war es noch ziemlich kalt und das Wetter bescheiden. Dies ist auch unseren Lehrer*innen aufgefallen, die ein bisschen darüber klagten, dass es jetzt endgültig kälter geworden ist.

Nachdem ich gefrühstückt hatte, wollte ich mich dann eigentlich wieder ins Bett legen und bis zum Mittagessen schlafen. Das hat aber leider nicht geklappt, weil ich noch meine Deutschhausaufgaben vom Vortag machen musste, die ich in der Kaffeepause nicht mehr geschafft hatte. Also: Ihr merkt, dass, nur weil die Lehrer*innen jetzt Zeugnisse schreiben, im Unterricht leider noch nicht tote Hose ist. Gerade sitze ich im Pulli im Seegarten und schreibe bei mittlerweile leicht aufgeklartem Himmel meinen Blog-Beitrag. Neben mir sitzen andere Schüler*innen, die, genau wie ich heute Morgen, an ihren Schulsachen arbeiten.
Julius

Grüße:
Julius gratuliert seinem Vater zum 51. Geburtstag und hofft, dass alle trotz Corona einen tollen Tag hatten.
Julius grüßt Consti und wünscht ihm alles Gute zum 16. und feiert schön.
Hippolyt gratuliert seinem geliebten Großvater zum 76 Geburtstag, er freut sich jetzt schon bald wieder viele aufregende und interessante Geschichten erzählt zu bekommen. Vor allem aber freut er sich wieder auf das gute Essen in der Romanstraße und die Spielhölle danach.
Robert grüßt Kurt sowie Konsorten Eichmann/Prusch
Clara wünscht Lilja alles, alles Gute zum Geburtstag. Sorry, dass es dieses Jahr schon wieder nicht so klappt mit Feiern. Hab trotzdem einen schönen Tag!
Ronja grüßt ihren Onkel Matthias. Hast du dir schon so einen kubanischen Oldtimer wie auf der Postkarte zugelegt?
Lara grüßt ihre Cousinen: „Alles Gute zum Geburtstag nachträglich. Hab euch lieb!“