Übers Meer

Datum: 17. Dezember 2018
Position: 14° 34,2’N, 059° 49,6‘W
Etmal: 147 nm
Wetter: Luft 27°, Wasser 27°, Wind ENE 3-4 Bft.
von Hannes

„Taaaag für Taaag geht an uns vorbei!
Dreht das Boooot in den Wind.
Nur ein Kuss und ein Tag im Mai,
sei nicht traurig mein Kind.“

„Sooooo viiiiiele Jaahre
und so viele Sterne ist es schon her,
seit wir draußen sind auf dem Meer.“

Mit Gesang und Bongobegleitung verbrachten wir heute unseren Dienstagnachmittag musikalisch, da Claudi die grandiose Idee hatte, Rio Reisers Titel „Übers Meer“ mit uns einzustudieren (hört auf YouTube mal rein, liebe Eltern!), während sich aus der Kombüse Waffelduft in der Luft verbreitete, da Max R. und Johanna das Waffeleisen für uns angeschmissen hatten.

„Sonnenblumen und Löwenzahn
hab ich lang nicht gesehen,
nur die Wellen des Ozeans,
und so viel ist geschehen.“

„Sooooo viiiiiele Tage
und so viele Länder ist es schon her,
seit wir draußen sind auf dem Meer.“

„LAND IN SICHT!“ schrie genau in diesem besonderen Moment ein aufgeregter Stichling von oben herunter. Sofort stürmte die neugierige Meute nach draußen. Dort bestaunte sie dann fast weniger die immer näherkommende Insel Martinique, als vielmehr die achterlich überholende Luxussegelyacht, welche mit uns auf Kollisionskurs zu stehen schien. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass sie sich uns absichtlich näherte, um uns zu grüßen und mit uns gemeinsam gen Sonnenuntergang dem gesichteten Land entgegenzufahren.

„Sing ein Lied für den Ozean,
sing ein Lied übers Meer,
und ich singe ein Lied für dich,
wird das Herz mir auch schwer.“

Sie näherten uns sogar so weit, dass wir ihre Rufe verstehen und sie als Deutsche identifizieren konnten und ihre Frage – wohin es uns treibt – beantworten konnten. Dann verschwand die Yacht Richtung Sonnenuntergang, genauso plötzlich, wie sie aufgetaucht war. Dieser epische Moment – Rio Reiser, Land in Sicht, Bootsgrüße im Sonnenuntergang – war auf jeden Fall das Highlight dieses Tages und bereitete einen unerwartet schönen Ausklang in den Abend! Mit neuem Kurs steuerten wir zielstrebig auf Martinique zu, um am nächsten Morgen in Fort de France anzukommen.
Liebe Grüße, Hannes

Atlantikroutinen und Essensgelüste kurz vor der Ankunft

Datum: 16. Dezember 2018
Position: 13° 51,2’N, 057° 25,9‘W
Etmal: 188 nm
Wetter: Luft 27°C, Wasser 26°, Wind NE 4 Bft.
von Inja

Hola Amigos, ¿qué tal? Wir ihr seht, sprechen wir jetzt schon richtig gut Spanisch! Der heutige Tag verging so wie die letzten Tage. Es lässt sich nicht allzu viel berichten, außer dass Dori heute mehr als 13 Stunden geschlafen hat und dass das Frühstück echt geil war. Also das wurde uns erzählt, wir haben es nämlich beide verschlafen. Schade Marmelade, Schokobanane. Also erzählen wir euch heute, was man als Landgangsteam auf dem Atlantik so macht. Die Antwort ist: Man macht NICHTS. Das ändert sich aber bald, da wir voraussichtlich morgen schon Land sehen. Aiaiaiaiaiaiaiiiiii!

Worüber könnten wir noch berichten? (Denkmusik)
Vielleicht über INSTANTNUDELN! Flo und Jacob sitzen nämlich gerade vor uns und essen Suppennudeln. Und davon sieht man hier täglich echt einige…. Im Folgenden eine kleine Bilanz der auf der Atlantiketappe bislang gegessenen Instantnudeln:

Jacob: 4
Aaron: 5
Sava: 17
Severin: 13
Locke: 6 (Sie meldet aber gerade, dass sie noch welche hat und gleich eine essen wird. Hihi)
Justus: 7
Lehan: 7

Sonstige interessante Essens-/Getränkefakten:
Robin hat ungefähr 10 Dosen alkoholfreies Bier getrunken und einen Kilo Schokolade gegessen. Der weiße Zucker ist heute leider alle gegangen, Max Steeger isst alles mit Maggi und auf dem Schülertisch wird gerne alles mit Majo oder auch mal Nesquik oder Zucker auf Brot gegessen. Oder Erdbeermarmeladenbrot mit Honig (#undesschmecktesogutalswäreeseinganzesgewesen #Tom).

Und worauf freuen sich unsere Schüler am meisten, wenn sie an den bevorstehenden Landaufenthalt denken?

Jacob: Er freut sich auf den Abstand
Flo: Tanzen und Rumhüpfen, wie Flo halt ist
Jo: ESSEEEENNNNN und WLANNNNNNN
Justus: Döner
Bianca: Bewegung und Essen und Wlan
Robin: Er wäre lieber noch länger auf dem Atlantik
Locke: Essen, insbesondere EISSSSS und Schnitzel, wenn es das da gibt, und sie freut sich ihre Schwester Johanna anzurufen und natürlich ihre Eltern
Max S.: Geiles Essen
Sava: Internet, Kommunikation mit der Außenwelt

Die einzelnen Backschaften sollten sich die Essenswünsche unserer Schüler nicht zu Herzen nehmen. Das Essen auf dem Atlantik war der Wahnsinn, aber selbst auszuwählen, was man essen möchte, hat halt auch seinen Reiz. Ich werde mir z.B. sofort ein Eis von Ben&Jerrys kaufen, wenn ich an Land bin. Ach ja… die Wochen auf dem Atlantik waren herrlich, aber Karibik – wir sind bereit! Liebe Grüße,
Inja und Dori

P.S.: Justus grüßt 2chr4n4k (Boahhhhh ist Justus cool, der hat eine Geheimsprache) und Locke grüßt wie immer ihre Schwester Johanna und Emilion, wenn sie das liest.