Adios San Blas

Datum: 9. Januar 2019
Position: Caya Holandeses, San Blas, Karibik
Etmal: 0 sm
Wetter: k. A.
von Jacob

Unseren letzten Tag auf den Inseln von San Blas verbrachten wir bei den Cayo Holandeses. Die „Johnny“ lag hierbei vor der größten der fünf Inseln des Archipels und wir hatten den halben Tag Zeit für Landgang und wie immer wurden wir von fleißigen Schülern rüber auf die Insel geshuttelt. Leider endete unser Besuch dort für die meisten aber recht schnell, da wir – wie bei einem Rundgang gezählt – 90 portugiesische Galeeren sahen und unsere Badelust deshalb schnell zerstört war. Wieder an Bord ging es dann an das Aufklaren des Schiffes: Das Deck, die Messe und die Kammern wurden seeklar gemacht und schließlich hievten wir den Anker für die erste „längere“ Seeetappe in Richtung Portobelo. Bald werden wir unsere gewohnten Kojen und Routinen des Schiffsalltages gegen neue Eindrücke und vier Wochen Land eintauschen. Wie es uns dort wohl gehen wird? Ob Jonathan sich tatsächlich von der Maschine trennen kann? Und wie es für Phil wohl sein wird, sein geliebtes Brotbacken für eine Weile aufzugeben? Welche Erlebnisse und Bekanntschaften warten wohl an Land auf uns? Wir werden es euch wissen lassen. Mit lieben Grüßen,
Jacob

Beste Backschaft

Datum: 8. Januar 2019
Position: 09°34,3’N, 078°40,6W, San Blas Inseln
Etmal: 16sm
Wetter: warm und sonnig, Luft 28C° (Badewetter)
von Hannes

Heute hatte ich mal wieder Backschaft… Wir bereiteten also Frühstück vor und kümmerten uns danach flott um den Abwasch, denn wir wollten ja an Land. Bis zum Mittag waren noch Decksarbeiten zu tun und zum Mittag servierten wir dann ein kaltes Essen, da wir während unseres Aufenthaltes auf San Blas Inseln die warmen Mahlzeiten auf den Abend verlegten. Nachdem alle Arbeit getan und die Backschaft in der Kombüse fertig war, wurden wir zum Landgang entlassen. Heute ging es wieder auf eine kleine, wirklich sehr schöne Insel. Severin, Sava, Justus und ich hatten uns vorgenommen, an diesem Tag schnorcheln zu gehen.

Mit dem Shuttle angekommen wurden wir gleich von einem Einheimischem empfangen und um zwei Dollar pro Person erleichtert. Nach dem Erkunden der Insel und der Suche nach einem geignetem Schnorchelgebiet legten wir uns endlich unsere Sachen an und begannen unsere Erkundungstour durch das Riff. Mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass viele Korallen ausgeblichen und große Teile des Riffs bereits mit Algen bewachsen waren. Schließlich änderten wir den Platz und schwammen gegen die Strömung zum wesentlich lebendigeren Riff. Auf halbem Weg bemerkten wir einen kleinen Vorsprung, vermutlich eine Stahlplatte. Diese war zur Strömung geneigt und mit ein paar wenigen Korallen bedeckt. Die Platte war auf etwa sieben Metern und nicht eindeutig zu erkennen. Als wir nun hinuntertauchten, um uns ein genaueres Bild davon zu machen, entdeckten wir den unter dem Vorsprung versteckten Ammenhai.

Der Hai war etwa 120 cm lang und lag komplett frei neben der Platte. Ich schwamm etwas näher an den Hai heran, um ihn gut zu filmen. Nach einiger Zeit wurde es dem Hai zu viel und er schwamm davon. Auf unserem Weg rüber zum Riff schloss sich Michi unserer Gruppe an. Wir erkundeten zusammen das Riff und entdeckten nach und nach mehr besondere Riffbewohner. So versteckten sich zum Beispiel 4 Hummer in einem kleinen Spalt. Nach weiteren zehn Minuten entdeckten wir den nächsten Ammenhai. Dieser hatte sich zwischen zwei Steinen verstecht und man konnte nur die Schwanzflosse sehen und kam nur schwer an ihn heran. Zurück an Bord bereiteten wir dann das Abendessen vor. Heute sollte es Gemüseauflauf mit Reis geben. Von der Backschaft und mit kräftiger Unterstützung unserer Bordärztin Sophia gab es zusätzlich einen Schokokuchen mit Eis. Und so beendete ich mit vollem Magen und mit zufriedenen Erinnerungen meine bisher beste Backschaft. Mit lieben Grüßen,
Hannes