Datum : 28. Oktober 2018
Position: Hafen von La Coruna
Etmal: –
Wetter: kalt und windig
von Max
Ein Tag wie jeder andere: Nach meiner morgendlichen Doppelschicht Hafenwache habe ich eine Mugge Kaffee getrunken und eine Scheibe Brot gegessen. Das Brot war wie immer von der Backschaft des vorherigen Tages für uns gebacken worden. Da heute Sonntag war, konnte ich ordentlich Nutella draufstreichen.
Heute haben wir dann unter Norberts Anleitung das Setzen der Sturmsegel trainiert. Denn wenn diese einmal erforderlich sein sollten, dann sollte das Setzten der Sturmsegel keine komplizierte Herausforderung darstellen. Unsere Wachgruppe, die B-Wache, wurde in zwei Untergruppen geteilt und meine Aufgabe war das Setzen der Sturmfock zusammen mit der A-Wache. Das Setzen der Sturmfock ist für sich genommen keine Herausforderung: Sie wird auf die Baumfock gesetzt, ohne dass diese abgeschlagen werden muss, was die Arbeit erheblich erleichtert. Leider fehlte uns meines Erachtens jedoch noch die nötige Teamarbeit. Nachdem das Segel angeschlagen, gesetzt und wieder abgeschlagen wurde, war die Arbeit getan.
Wie sich herausstellte, war meine Gruppe nicht die einzige mit Anlaufschwierigkeiten. Beim Setzen des Sturmklüvers wurden versehentlich mehrere Schäkel – welche das Segel mit den Schoten verbinden – ins Wasser fallen gelassen. Nachdem alle Segel schließlich wieder verpackt waren, gab es Landgang für uns Schüler. Sogar an Land war der vorbeiziehende Sturm hierbei zu spüren. Um 22:00 Uhr wurde der Wachbetrieb wieder aufgenommen. Diesmal ohne mich, denn die Doppelschicht des letzten Tages gewährte mir eine Nacht durchgehenden Schlaf ohne Hafenwache.
Max Reimer
PS: Justus grüßt seine Familie ganz lieb!
Heute sollte unser erster Gruppenausflug in Spanien beginnen. Nach dem Frühstück und nach einer Ansprache unseres Kapitäns begannen wir damit, das Schiff im Rahmen des sogenannten Großreinschiff komplett zu reinigen, damit wir an Land gehen konnten. Durch unsere gute Gruppenarbeit waren wir bereits nach ungefähr 35 Minuten mit dem Großreinschiff fertig und konnten unsere Sachen für einen Ausflug nach Santiago de Compostela packen. Um etwa 09:30 Uhr machten wir uns mit viel Vorfreude in Richtung Bahnhof auf. Nicht einmal das Nieselwetter konnte uns einen Strich durch die Rechnung machen und unsere Laune verderben. Nach kurzer Zeit fiel uns auf, dass wir an diesem Tag den ersten Regen auf unserer großen Reise hatten und sahen einen Regenbogen.