The good, the OK and the Sad

Datum: 26. Oktober 2018
Position: 43°21,968’N, 008°23,024
Wetter: 14°, leicht wolkig
von Sava

Ahoi ihr lieben Menschen, die ihr unsere kreativen Berichte lest, und willkommen zum heutigen Bericht über unser Leben an Bord. Zum heutigen Tag kann man viel sagen, denn es gibt traurige und fröhliche Nachrichten: Traurig ist, dass Philipp, ein wertvolles Mitglied unserer Gemeinschaft, uns verlassen hat und wir uns alle von ihm verabschieden mussten. Philipp, du bist noch immer ein Teil unserer Crew und wir hoffen, dass du deinen Abschied als eine neue Chance für dich persönlich interpretierst.

Positives Ereignis heute war unser Anlegen und unser erster Landgang in La Coruna, einem Ort in Galicien, der uns mit Blick auf ein Schloss und auf viele industrielle Gebäude und sogar auf einen kleinen Strand begrüßte. Die Preise der Nahrungsmittel in der Stadt sind relativ normal und das Essen in den Restaurants ist absolut bombastisch: für ca. 4 Euro habe ich ein richtig ordentliches Mittagessen gegessen. Die Altstadt sieht wunderbärchen aus, aber gleichzeitig auch ein wenig monoton und düster. Die Menschen hier können kaum Englisch, sind aber sehr freundlich und aufgeschlossen.

Am Ende des Tages waren wir dank der vielen neuen Eindrücke unseres Landgangs alle so müde, dass wir sofort ins Bett gefallen sind – den am nächsten Tag bevorstehenden Ausflug zum Pilgerort Santiago de Compostela schon vor Augen. Ich grüße alle meine Freunde neben der braunen Wattenmeersuppe,
euer Sava

La Coruna

Datum: 25. Oktober 2018
Position: 45°19,8’N, 007°27,9′ W
Etmal: 139 sm
Wetter: Luft 17°C
von Hannes

Diesen Morgen konnte ich ausschlafen,
denn ich hatte was zu schaffen,
direkt bemerkte ich die gute Sicht,
ich war bereit für den Unterricht!
Die Backschaft bereitete ein gutes Gericht,
was in der Kombüse passiert, weiß man nicht.

Norbert machte uns um einiges klüger,
ich weiß jetzt etwas über den Klüver.
Kartenspiele versüßten mir die Pause,
ich denke gar nicht mehr an zu Hause.
Die Stimmung ist wie immer klasse,
wir holen das Segel an der Brasse.

Doch Wind zieht auf, ich glaub es kaum,
die Wellen schlagen sehr viel Schaum.
Wir fahren fast 8 Knoten,
und holen dicht die Schoten.
Die Johnny schwankt, rollt und wackelt,
an Deck wird nicht lang gefackelt.
Wir wachen nur zu viert,
der Mann am Ruder friert.

Wir planen schon den Tag von Morgen,
denn die Segel sind längst geborgen.
Die spanische Küste kommt in Sicht,
mit ihr die Idee zu diesem Gedicht,
das war mein Tagesbericht.
Hannes