Datum: 7. März 2019
Position: Cienfuegos, Kuba
Etmal: 0 sm
Wetter: ganz schön
von Jacob
Hallo ihr Lieben, unser heutiger Tag begann damit, dass ich Jonathan bei seiner Arbeit über die Schulter geschaut und mich köstlich darüber amüsiert habe, wie er die Toilette repariert hat. Hierbei konnte ich viele schöne Sprüche klopfen. Lustig war z.B., dass er – um die Wassersteuerung für die Toilette zu wechseln – in eine Art Miniaturschrank klettern musste (in welchem normalerweise unsere beiden Staubsauger untergebracht sind). Außerdem habe ich heute Vormittag mit Jöl eine Werkzeugkiste aus dem Bootsmannsstore geholt und sie im Seegarten verstaut. Der Bootsmannsstore ist übrigens eine Art Schrank an Deck, in den man hineinklettern kann. Alle möglichen Ersatzteile fürs Schiff sind dort untergebracht.
Zum Mittagessen hin gab es dann ein kleines Highlight: es wurden der Schülerkapitän und die drei Schülersteuerleute bekanntgegeben: Von nun an werden uns Severin als Kapitän sowie Flo, Tom S. und Tom C. als Steuerleute der einzelnen Wachen bis nach Bermuda führen. Dies bedeutet, dass sie uns z.B. bei Manövern anleiten, d.h. anordnen, wer an welche Station geht und welche Tätigkeit ausführen soll.
Nach dem Mittag haben wir die schwarze Gummisau – unser schwarzes Schlauchboot – aufgepumpt und es fahrbereit gemacht. Als wir am späten Nachmittag noch einmal an Land waren, sind wir mit einem Taxi ins Zentrum von Cienfuegos gefahren und haben uns in eine Bar gesetzt und eine Cola getrunken. Außerdem haben wir einen Supermarkt aufgesucht, um Schokolade für Locke und Inja zu kaufen.
Ok Kuba, das war es dann wohl mit uns. Irgendwie komisch, zu wissen, dass wir ab morgen erst einmal wieder eine ganze Weile auf See sein werden. Einige von uns trauern der Landzeit noch etwas hinterher, andere konnten es kaum erwarten, wieder aufs Schiff zu kommen. Bermuda – wir kommen,
Jacob
P.S.:Ich grüße meine Familie in K-Town
P.P.S.: Hallo liebe Bienenkönigin Johanna aus La Gamba. Ich wünsche dir einen wundervollen Start in L.A.! <3
Ihr lieben virtuellen Reisebegleiter, wir sind heute auf dem Weg zurück zur Johnny und nun sind es nicht einmal mehr zwei Monate, bis ihr eure Lieben wieder in die Arme schließen und euch live und in Farbe von allem erzählen lassen könnt, was unsere Tagesberichte sicherlich nur auszugsweise wiedergeben können. Wie gern würde ich euch in diesem Moment, in dem ihr diese Zeilen lest, heimlich fotografieren und unseren Schülern und Schülerinnen hierdurch zeigen, dass eben nicht stimmt, was sie mir gerne entgegnen, wenn ich ihnen mal wieder wegen der zu verfassenden Tagesberichte auf den Wecker gehe: Dass es nicht stimmt, dass ihre Berichte ja „sowieso niemand“ lese oder dass „heute doch gar nichts Spektakuläres passiert“ sei.