Ein Tag voller Herausforderungen

Datum: 17. Januar 2019
Position: Longo Mai, Costa Rica
Etmal: 0 sm
Wetter: heiß
von Linqui

Heute wurden wir um 06:30 geweckt, da unser Bus nach Costa Rica um 09:00 kommen sollte und wir noch – wie immer mit Pancakes im Garten – zusammen frühstücken wollten und das Haus aufzuräumen hatten. Angekommen im Bus hieß unser Ziel dann: Longo Mai in Costa Rica. Das Leben ist voller Herausforderungen und unsere Reise ist es auch. Obwohl wir nun nicht mehr auf dem Meer sind, macht dieser Tag keine Ausnahme. Vom frühen Aufstehen, über lange Busfahrten, bei denen man auch mal eine Weile seine Beine einziehen muss, bis hin zu einigen Verzögerungen beim Grenzübertritt nach Costa Rica besteht doch jeder Tag immer wieder aus kleinen Herausforderungen, die wir gemeinsam teilen. Und am Abend erwartete uns dann die wohl größte Herausforderung, die einen Ausblick auf unsere kommenden zwei Wochen in Longo Mai gab: unsere Aufteilung in Gastfamilien.

Zusammen mit jeweils einem anderen Schüler unserer Gruppe wurden wir nach alphabetischem Prinzip in Gastfamilien aufgeteilt. Und da wir noch nicht so viele fortgeschrittene Spanischsprecher unter uns haben, wohnen nun mehrfach auch zwei Schüler, die nahezu Sprachanfänger sind, zusammen in einer Gastfamilie. Außer ein paar Floskeln können wir im Grunde nur über unsere Mimik kommunizieren. Doch ich habe bereits das Gefühl, dass wir diese Herausforderung meistern können! So ist das ja auch mit Herausforderungen, hier in Longo Mai und im Allgemeinen: Wenn man sie bewältigt, nicht vor ihnen wegrennt, dann erhält man etwas zurück: Erfahrungen. Und war unser Tag von vielen Herausforderungen begleitet, so kann man sich immer auch vor Augen führen, dass er umso mehr Eindrücke und Erfahrungen in uns zurücklassen wird. Wir grüßen euch aus Longo Mai
Patrick.

Ein entspannter Tag

Datum: 16. Januar 2019
Ort: Purple House Hostel, David, Panama
Etmal: 0 sm
Wetter: k. A.
von Jonathan

Als ich heute von Vögeln geweckt wurde und mich erst einmal orientieren musste, wo ich eigentlich war, stellte ich mit einem Blick auf meine Uhr fest, dass ich heute das erste Mal seit drei Monaten nach 8:00 Uhr morgens aufgestanden war. Nachdem ich den gestrigen Tag noch einmal in meinem Kopf passieren ließ, stand ich auf und schaute, wer schon wach war. Heute genossen wir nämlich das kostbare Privileg, solange schlafen zu dürfen, wie wir wollten. Unser Frühstück bestand genau wie am Vortag aus Pfannkuchen mit Sirup und einer Menge Obst. Nach dem Frühstück legte ich mich in meine Hängematte und las das Buch weiter, das mir Nico für meine Reise überlassen hatte.

Angeboten wurde heute ein Ausflug zu einer Felsspalte (Cangilones de Gualaca), in welcher man zwischen den Felsen in einem kühlen Fluss schwimmen kann. Kurioserweise war die ungewohnte Aussicht auf einen völlig freien Tag in der Umgebung des Hostels dann jedoch für fast alle so verlockend, dass die Mehrheit von uns im Hostel bzw. im Garten des Hostels blieb und nur Charlie, Michi, Marlis und Claudi zur Exkursion aufbrachen.

Ich widmete mich in meiner Hängematte also wieder meinem Buch, das einfach viel zu interessant war, als dass ich es weglegen könnte. Zugegeben, irgend etwas gefiel mir an diesem Morgen nicht: Ich konnte meine Zählrad-Stände aufschreiben, was an Bord zu meinen täglichen Aufgaben als Maschinenassistent gehört. Diese Prozedur ist nach den vergangenen drei Monaten so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es sich tatsächlich etwas komisch anfühlt, dies nicht zu tun. Doch mit der Aussicht darauf, in vier Wochen aufs Schiff zuürckkehren zu dürfen, freue ich mich auf den Landaufenthalt und ich bin gespannt auf alles, was uns in Costa Rica erwarten wird.
Euer Jonathan