Datum: 6. Januar 2017, (Tag 91)
Position: 08° 33′ N, 078° 51′ W
Etmal: 29 sm
Wetter: Luft 29°C, 1012 hPa, sonnig, Wind NE 3 Bft.
von Mira
Um den Großteil des Tages kurz zusammenzufassen: Auch heute wurden wieder Segelmanöver geübt, allerdings zum ersten Mal komplett unter der Leitung der heutigen Schülersteuermänner bzw. -frauen Jaron, Maike und Tessa und dem Schülerkapitän Tatsumi. Nach zahlreichen Wenden und Halsen wurden die Segel geborgen und alle Wachen rotierten ein Segel weiter, um dort wieder das Segel zu setzen und weitere Wenden und Halsen zu fahren. Nachdem jede Wache an allen Segeln geübt hatte, erreichten wir endlich unseren Ankerplatz. Dort wurden wir sogleich von Lisa besucht. Lisa gehört zum Stamm der Kuna-Yala und wird unser Guide für den morgigen Ausflug. Außerdem ist Lisa „Master-Mola-Maker“, d.h. sie fertigt die traditionellen Mola-Stoffe der Kunas an. An Bord präsentierte sie uns direkt eine Auswahl ihrer Arbeiten und die ersten Mitbringsel wurden eingekauft. Den Abend ließen wir an Deck ausklingen: Hängematten wurden aufgehängt und Leo spielte auf seiner Gitarre. Die Idylle wurde nur kurz gestört, als Pia, Maike und Lara das Fall, an welchem die Hängematte von Steuermann Felix befestigt war, fierten, sodass Felix zu Boden rauschte. Auf die Rache darf man gespannt sein…
Liebe Grüße Mira
P.S.: Carlo hat an allen Winden tatkräftig gekurbelt; sein Bizeps ist inzwischen dreimal so groß. Liebe Grüße an seine Oma, der diese Tatsache sehr gefallen wird. Carlo grüßt auch seine Familie, er hat nämlich grade entdeckt, dass man Leute grüßen kann.
P.P.S.: Charlie sagt Danke (wenn auch etwas verspätet) an Lennart und Katja für das coole Weihnachtsgeschenk. Euer Stern begleitet mich jede Nacht. Hello my little friend.
P.P.P.S.: Damaris grüßt ihren Opa, der hoffentlich jeden Tag diesen Blog liest.
P.P.P.P.S.: Und Pia grüßt mal wieder ihre Familie, weil die Seite sonst so leer aussieht.
Wir schreiben den Tag 90 auf der gemeinsamen Reise, die Welt mit der Johnny zu erkunden. Nachdem wir heute, so wie immer, gut gefrühstückt hatten, ging es ran ans Segelsetzen und uns von den Kuna-Indianern zu verabschieden. Auf dem Weg nach Dog-Island war es sehr stressig, denn es ging Wende, Wende, Halse, Wende, Segel runter, Mittagessen und dann ging es weiter mit Segel setzen und weitere Halsen und Wenden. Diese ganzen Manöver waren nur zur Übung und nicht, weil der Wind nicht so mitspielte. Unsere Schülersteuerleute durften sich beweisen und zeigen, was sie drauf haben. Sie haben sich gut geschlagen. Als wir dann unser Ziel sahen, diese weißen Sandstrände und das türkisfarbene Wasser, haben wir unsere nachtlosen Nächte vergessen. Die Welt hat einfach so schöne Orte. Sobald das OK von unserem Kapitän Norbert kam, ging es auf die Dog-Island, wo wir dann ein Wrack in 3m Tiefe erschnorcheln konnten. Auf dieser Insel wohnten auch ein paar Kunas, die ihr Land sehr beschützten. Nach dem viele Baden waren und viele auch einen Sonnenbrand bekamen, gab es lecker Abendessen. Es gab Laugenstangen. Da sieht man mal, wie geile Sachen es auch bei uns gibt. Also sag ich mal eine gute Nacht und auf einen schönen 91. Tag.