Zweiter Tag in Oostende

Datum: 18. Oktober 2015
Position: 51°13,5’N, 002°56,0’E
Etmal: 0 NM
Wetter: k. A. 
von Bene

Unser Morgen begann heute mit einem musikalischen „Weckruf“ mit Gitarre und Gesang. Danach gab es wie jeden Morgen ein herzhaftes und sehr leckeres Frühstück. Für unseren ersten Törnkapitän Michael und einen Teil der Stammcrew war es leider allerdings schon das letzte Frühstück mit uns. Schon kurz nach dem Essen verabschiedeten wir Michael mit musikalischer Begleitung, vielen Umarmungen und Händeschütteln. Trotzdem durften die Arbeiten an Bord nicht vernachlässigt werden, weshalb uns am Vormittag auch nicht langweilig wurde.

Im täglichen „All Hands“ am Mittag stellte sich uns unser neuer Kapitän Rainer vor. Ein wichtiges Thema war dabei der Wasserverbrauch, der zurzeit sehr hoch ist. Wir sollen uns in den folgenden Tagen überlegen, wie wir im Hinblick auf die vor uns liegenden Törnabschnitte bewusster mit unserem begrenzten Wasservorrat umgehen können. Vor allem das Proviantteam, in dem ich bin, ist in die Lösungssuche eingebunden. Anschließend fingen wir sofort mit den Schiffserhaltungsarbeiten an. Ich habe heute in der Gruppe von Karo mit Daniel E. gelernt, die Webeleinen an den Wanten zu erneuern. Puhh! Das war sehr anstrengend und nach mehr als einer Stunde hatten wir nur eine Webeleine ausgebessert. Aber mit einem erfreulichen Ergebnis: Karo war zufrieden und wir mussten es nicht noch mal wiederholen. Zwischenzeitlich kam auch die neue Stammcrew an, und es wurden die neuen Wachen zusammengestellt.

Als alle Arbeiten auf dem Schiff erledigt waren, durften wir noch einmal an Land. Diesmal nicht Brügge, sondern nach Ostende. Das war auch ein sehr schöner Ausflug, da heute in der Stadt Kirmes gefeiert wurde. Die Straßen waren sehr belebt und voll, doch man muss sagen, dass Brügge sehr viel sehenswerter und schöner ist. Nach einem tollen Nachmittag in der Stadt zeigte sich Belgien mit einem uns sehr bekanntem Wetter: Es nieselte mal wieder. Und da hat uns auch schon wieder der Abend erreicht, und ich sitze nun hier und schreibe meinen Tagesbericht. Viel habe ich nicht mehr zu sagen außer dass es mir riesigen Spaß hier macht, und dass ich mich schon wieder freue auf hoher See zu sein. Ich grüße meine Eltern und auch meine Großeltern und außerdem noch an alle meine Freunde und Bekannten zu Hause im schönen Bayern und auf Lietz,
Bene

P.S.: Helmut grüßt Hanne
LG von A. an L. <3
Robin grüßt Olli
Monkey grüßt Sheepy – Tq D

Erster Landgang

Datum: 17. Oktober 2015
Position: 51°13,5’N, 002°56,0’E
Etmal: 0 NM
Wetter: k. A.
von Fanny

Der erste richtige Hafentag begann mit einem „All-Hands“. Dabei wurde besprochen, wie bis zum Mittag das „Großreinschiff“ erledigt werden sollte, bei dem die Schüler wirklich jede einzelne Ritze im Schiff putzen mussten. Zudem wurden noch Schiffsarbeiten erledigt. Ich aber hatte Glück und wurde mit einem Sonderauftrag von Bord geschickt, denn ich durfte mit vier anderen Schülern den Smut beim Einkaufen begleiten. Wir zogen also morgens direkt los zum nächsten großen Supermarkt und packten drei Einkaufswagen bis zum Rand voll, wobei wir Schüler natürlich viel Spaß hatten. Bevor wir dann auf dem Rückweg noch beim Metzger vorbeischauten, gingen wir auf einen Kaffee noch einen kleinen Umweg (wir wollten ja rechtzeitig zum Ende des Reinschiffes zurück sein). Eigentlich hatten wir uns das, bei den Mengen die wir an Lebensmitteln tragen mussten, aber auch verdient.

Das Wetter in Ostende war leider bei starker Bewölkung und Nieselregen nicht sehr angenehm. Auch der Ort hat von dem, was wir bis jetzt gesehen haben mehr unschöne als freundliche Ecken. Jedoch fuhren wir dann mit der gesamten HSHS nach einem kleinen Mittagessen mit der Bahn nach Brügge, einem Ort der bei weitem schöner ist, jedoch somit auch voller Touristen. Trotzdem hatten wir alle einen sehr schönen Nachmittag, da wir in kleinen Gruppen den Ort erkundet haben, was eindeutig eine schöne Abwechslung vom Bordalltag war. Meine Gruppe hat sich den Bauch schön mit belgischen Fritten vollgestopft und viele haben die Gelegenheit natürlich genutzt, um endlich mal wieder nach Hause zu telefonieren oder sich einen Wifi-Hotspot zu suchen.

Als wir dann abends, eigentlich noch sehr satt, wieder zurück zum Schiff kamen, gab es schon wieder Abendessen, wobei sich unsere Mägen mit reichlich Miesmuscheln füllten. Nach dem Essen hielten wir Schüler dann unsere erste Schülerversammlung ab, was ohne richtige Planung sehr laut und anstrengend wurde. Am Ende waren dann trotzdem die Schülervertreter gewählt und der Abend wurde doch schön beendet. Auch ich fiel dann todmüde in meine Koje.
Fanny

P.S.: Ganz liebe Grüße natürlich an meine Familie, an meine Queens und die ganzen anderen lieben Leute!!
Svenja grüßt die ganze Familie (insbesondere Oma und Opa), das gesamte Lacrosseteam und alle, die noch mitlesen
Robin grüßt Bärbel, Benny, Adrian, Jenny & Oliver
Olivia grüßt die Familie und insbesondere auch alle meine lieben Freunde, für die ich vor der Abreise leider viel zu wenig Zeit hatte..
Vitus grüßt seine Familie und seine Freunde.