Unsere Flitterwochen auf Bimini

Datum: 6. März 2016
Position: 25°42,7’N, 079°18,5’W, Bahamas
Etmal: 106 nm
Wetter: Wasser 25°C, Luft 25°C, Wind 2 Bft.
von Jona

Um Punkt 9:00 Uhr in der Früh schallte es „Leggo Anchor!“ von der Brücke in Richtung Ankerspill, direkt schoss der Anker zu Grunde und landete im Schoße der Bimini Inseln (danke Anton Me für diese poetische Meisterleistung). Durch das Rattern der Ankerkette wurde ich wach und freute mich, überhaupt nicht verpennt, sondern hochmotiviert und frisch in den Tag zu starten… Im Halbschlaf bewältigte ich den immergleichen Weg zur Messe wie ein Profi, um mich dort niederzulassen und den deliziösen Kaiserschmarrn unseres Seelöwen zu verspeisen, inzwischen kalt, aber dennoch geil. Die Vorfreude auf die Bimini Inseln war deutlich zu spüren, doch erst einmal musste einklariert werden, warum wollen die Typen von der Immigration wissen ob ich meine „Vacations“ oder „Honeymoon“ (Flitterwochen) auf Bimini verbringen will? Vor dem Ausfüllen der Einklarierungszettel wurde uns 10 Minuten lang erklärt, wie wir diese Zettel auszufüllen haben: „Keinen Querstrich durch die Sieben, erst Monat, dann Tag, dann Jahr, die 1 nur als Strich, alles in Großbuchstaben, und achja: keinen Querstrich durch die Sieben!!“. So schwer wird das schon nicht sein… Ich glaube letztendlich hat jeder zweite den Querstrich durch die Sieben trotzdem gemacht, der Knüller war allerdings, dass ein Schüler nicht auf die Frontseite, sondern auf die „Durchschlagseite“ des Blattes geschrieben hat, woher soll man das denn aber auch wissen, haben die uns ja vorher nicht gesagt!

Nach meinem erfolgreichen 2ten Versuch konnte ich mich schließlich wieder den letzten Geburtstagvorbereitungen widmen, Sabine, unser Geburtstagskind, wurde heute 17! Schnell trafen Lisa, Melli, Saskia, Anton und ich die letzten Vorbereitungen: Da uns ein konventionelles Geschenk nicht zufriedenstellte, organisierten wir eine kleine Schnitzeljagd durch das Schiff mit anschließendem Geschenk. „Angeschlagen haben wir, ein Segel hier mit dir. Es hat ganz lang gedauert, doch keiner hat’s bedauert, Am Ende noch „’nen leckeren Kuchen, ja den mussten wir nicht lange suchen. Nun ab mit dir ins Rigg, schließlich sind wir auf „ner Brigg.“ Oh man, Scheiß’ auf Schule, ich werd“ Dichter! Ab ins Rigg und dann runter in die Dosenlast, wer wollte nicht schon immer mal an seinem Geburtstag in der Dosenlast rumklettern und ein Geschenk suchen? Die herumstehende Meute war amüsiert.

Endlich ging’s an Land, ein Seetransporter der oberen Klasse shuttelte uns an Land, wo wir schließlich am Strand chillten und das WiFi nutzten um die Sehnsucht nach unseren Liebsten zu stillen. Aufgrund der Haie, welche intelligenterweise im Hafenbecken angefüttert werden, konnten wir leider nur knietief ins Wasser, schließlich brauchen wir doch noch beide Arme, um unsere nächste Klausur schreiben zu können! Gegen Abend trieb uns der Hunger über’s Land. Da es sehr schwer war, etwas Essbares zu finden, suchten wir mindestens eine Stunde und irrten durch die Gassen. Endlich an einem Seafruit-Restaurant angekommen, trafen wir zufälligerweise die Lehrer, welche uns von einer Burgerbude direkt neben unserem Strand erzählten… 8$ für „nen Salat? Nee kein bock, lass zurückfahren. Also schnell die Mädels an den Straßenrand gestellt, nett lächeln und raus den Daumen. Es dauerte keine 2 Minuten bis ein PickUp hielt und ihnen die Ladefläche anbot, flott kamen wir Jungs angelaufen, bedankten uns und stiegen ebenfalls mit einem Grinsen auf. Im Scheine eines wunderschönen Sonnenunterganges bissen wir alle genüsslich in unseren Cheeseburger und ließen den Abend mit einer Cola ausklingen.

Nehmt bitte das Geschriebene nicht wortwörtlich, gäbe es einen Ironie Smiley, so denkt ihn euch einfach hinter jedem zweiten Satz ;). Vielen Dank an die Stammcrew, die während unseres Landaufenthaltes die gesamte Ankerwache übernommen hat!
Jona

Grüße: Ole Nikolaus grüßt den Weihnachtsmann und seine Töchter am Nordpol.
„So, so. Bimini.“ meint Robko, der Robert M jenige, und summt ~dumdiddldumm~ insgeheim „I hätt so gern – so gern … auf Tahiiiiiiitiiie a Alm..“. Viele, liebe heftige winks!! „Sieben Mal um die Welt, und ein bißchen weiter…“

Zwei Segel II – In Geheimer Mission

Datum: 5. März 2016
Position: 24°25,7°N, 080°33,3°W
Etmal: 125 nm
Wetter: Wasser 24°C, Luft 25°C, Wind 3 Bft.
von Leonard

(Teil I: 25.12.2015) HSHS Hauptquartier – Kiel, Deutschland
„Ihr Tee, Master Fock“ „Sehr wohl, Jolltau, stellen Sie ihn bitte einfach auf den Tisch. Und bitte einmal die Times dort drüben“, antwortete Master Fock auf ihr alltägliches Ritual. Im Hauptgebäude der HochSeeHeimatSchützer hat der Arbeitstag gerade erst begonnen. „Sind über Nacht neue Informationen über Operation Kuhbar eingetroffen?“ „Noch nichts neues, Sir. Unsere Agenten halten sich aber sicherlich gut. Es ist immerhin unsere Elite.“ Doch ein wenig besorgt begann Master Fock, seinen Holunderblütentee zu schlürfen.

Eine einsame Insel in der Karibischen See – 25°4’76″N 79°18’30″W
„Wir schaffen das nicht!“ ruft Agent Royal seinem Kollegen Bram zu. „Sie kommen! In zwei Minuten sind sie sicherlich da!“ Bram versucht ihn zu beruhigen, was aber nur mäßig gelingt. Die Aufregung ist ja aber verständlich, nicht jeder flüchtet mit abgerichteten Delfinen von einem Schmugglerschiff zu einer weitgehend unbekannten Insel im Archipel der Bananas. Auf dieser Insel, Bigmini genannt, soll sich nach Informationen von Master Fock eine geheime Basis der KümmelUnterkunftSpitzbergen befinden, hier führen diese einen sehr großen Handel mit den sehr kleinen Kümmelkörnern durch. Daher der Name. Die beiden Agenten sind nass, aber noch am Leben am Strand angekommen, doch schnell hat Bram die Rauld Johansen am Horizont entdeckt. Die Gebrüder Mars, die Besten der KUS, haben die Verfolgung im Schmugglerschiff aufgenommen.

Der Geheimauftrag der HSHS Agenten wurde von Master Fock erweitert, sie sollen die Geheimbasis ausfindig machen und wenn möglich zerstören, speziell ausgebildete Riesenhummeln sollen die Agenten dann von der Insel und den Marsbrüdern retten. Ausfindig gemacht haben die beiden die Basis noch nicht, von der örtlichen Bevölkerung erhielten sie allerdings eine Karte, wonach sie im Dschungel, zwischen einem Walmarkt und einem Siebenelf sein solle. Einer der Bewohner, ein Müller namens George, hat sich entschlossen, ihnen beim Suchen zu helfen. Zur Zerstörung der Basis haben beide keinen Plan, und von den Rettungshummeln ist auch noch nichts zu sehen. Von der Rauld dafür umso mehr. Das Schiff braust mit Volltempo auf den Strand zu.

Die Agenten sprinten in den Dschungel, weg von der Küste und hin zur mutmaßlichen Geheimbasis. Während Royal wie immer ein Stückchen zurückbleibt, ist Bram mit seinem trainierten Körper klar im Vorteil. Auch im Style liegt er vorn, sein schwarzer Anzug ist nur ein bisschen nass und seine Fliege hat in der Karibiksonne ein bisschen ihrer knallroten Farbe verloren. Diese findet sich stattdessen auf der Nase. Sonnencreme hat er vergessen. Nach fünf Minuten Urwaldjoggen hört Royal die herannahenden Marsbrüder. Für eine Konfrontation sind beide zu erschöpft, und die Munition von Brams Kekskanone 42 ist viel zu aufgeweicht und schmeckt salzig. Einzig George weiß sich zu wehren.

Mutig stellt er sich den Verfolgern entgegen. Er wirft die zwei mitgebrachten, selbstgebackenen Leinsamenbrötchen, die zu den härtesten der Welt gehören. Untermars kann geschickt ausweichen, aber Obermars wird am Schädel getroffen und geht zu Boden. Dann beginnt er seinen international bekannten Wurftanz. Er gehört zu einem der Top 10 Klopoeiratänzern der Welt, eine anstrengende Disziplin, die sich besonders gut eignet um Klopapierrollen zu werfen. Von diesen gibt es auf der Karibikinsel leider keine, in zwei Tagen sollte eigentlich die nächste Lieferung kommen. So hechtet ein verdutzter Untermars und torkelt ein angeschlagener Obermars an George vorbei, während er im Tanz gefangen herumwirbelt.

Bram und Royal sind froh über diesen kleinen Zeitaufschub, doch schon eine Minute später ist das Rennen so knapp wie zuvor. Auf einmal schreit Bram: „Da, noch 200 Meter! Ein Eingang! Da können wir uns verstecken!“ Als Antwort erhält der Topagent nur einen lauten Rumms. Royal ist gegen eine Palme gerannt und liegt bewusstlos am Boden. Diese Palme entwickelt Jahre später eine verdickte Stelle an dem Aufprallpunkt. So entsteht später eine neue Art, die treffend Royalpalme genannt werden wird. Untermars erreicht den Gefallenen, zückt ein Seil, fesselt ihn im Eilverfahren und sprintet weiter. Obermars ist auch nur noch 20 Meter entfernt.

Bram überlegt blitzschnell. Ist es besser, um Royal zu kämpfen oder selber Schutz zu suchen? Sein Agentenareal im frontalen Kortex entscheidet sich für die Flucht. Sein Gewissen meldet Royal als das Wichtigste. Sein Rechenareal neben dem Nebenhirn sagt ihm, dass er den Restweg zur Eingangstür schaffen kann. Das Stammhirn meldet akute Erschöpfung. Sein Gedächtnis ruft all die tollen Zeiten mit Royal ab. Seine innere Uhr mahnt ihn, dass er nicht mehr viel Zeit hat. Sein Magenhirn meldet Hunger. Bram entschließt sich, Royal den Marsbrüdern zu überlassen und später um ihn zu kämpfen. Er macht drei Schritte weg von der Unfallstelle, da sieht er aus dem Eingang und hinter den Urwaldbäumen eine Kompanie Komplizen von KUS kommen. Er zieht seine Kekskanone 42, schießt vier weiche Salzkekse ab, wird von Gegenfeuer der SpekulatiUS Gewehre zurückgedrängt, springt hinter einen Farn und wird von einem der ultraharten Leinsamenbrötchen aus Untermars“ Hand bewusstlos geschlagen.

Acht Stunden später erwachen Bram und Royal fest am Vormast der Rauld Johansen vertäut, die Kurs Richtung Spitzbergen eingeschlagen hat, um die beiden Geheimagenten dem KUS HQ auszuliefern. Werden sie es schaffen zu fliehen oder ist das das Ende für die beiden? Fortsetzung folgt in einem Monat, an einem besonderen Tag.
Leonard

Grüße: Der Seelöwe grüßt Leipi, Dellfi und Singi, ausserdem den Adler, das Bison und den Hasen. Dazu noch den Glücklichen mit den vielen Namen und den deutschen Rapper mit K. Schmerri, Arndl & Co. ebenfalls, wie auch den Malzbierfreak ausm Dorf. Grüß auch bitte Leo die Katz! Viel Spass mit Urf, für alle die das Kennen. Höhö.
Grüße von Benjamin an seine Mom und seinen Bock, der ihm beim Grüßeschreiben oft fehlt. -Leo
Ganz liebe Grüße in die Mühlenstraße von Mama